„Olise ist der beste Spieler der Welt“, schwärmt sein Gegner
Bloß keine Verletzungen riskieren, schien die Devise von Vincent Kompany. Nach dem Sieg im DFB-Pokalhalbfinale in Leverkusen (2:0) und vor dem Champions-League-Halbfinale bei Paris St. Germain brachte der Trainer des FC Bayern München in Mainz eine B-Elf.
Im Vergleich zum Spiel in Leverkusen wechselte der Coach gleich achtmal. Manuel Neuer, Harry Kane, Michael Olise, Jamal Musiala und Jonathan Tah wurden zunächst geschont. Dayot Upamecano und Mittelfeldantreiber Joshua Kimmich standen aus Gründen der Belastungssteuerung nicht einmal im Kader.
Die B-Elf lieferte eine ganz schwache Leistung in der ersten Halbzeit ab und blamierte sich bis auf die Knochen. Mainz stand gut in der Defensive und wagte sich immer wieder gefährlich aus der Deckung – mit Erfolg. Nach Toren von Dominik Kohr in der 15. Minute, Paul Nebel (29.) und Sheraldo Becker (45.+2) gingen die Bayern mit einem 0:3-Rückstand in die Kabine. Eine furiose Aufholjagd bescherte den Münchner noch einen 4:3-Sieg.
Doch, wirklich – Harry Kane erzielt in Mainz ein Tor für die BayernDie Daten der ersten Halbzeit, in denen die Bayern erschreckend schwach auftraten: Erstmals kassierte das Team in dieser Saison drei Gegentore – und das schon nach 45 Minuten. Erstmals seit November 2007 lagen die Münchner in einem Bundesliga-Spiel mit 0:3 in Rückstand. Vor 18 Jahren stand es in Stuttgart nach 45 Minuten ebenfalls 0:3 (Endstand 1:3). Mainz gab zwölf Torschüsse ab, die Bayern nur zwei.
„In der Halbzeit haben wir ordentlich den Kopf gewaschen bekommen und uns dann auf das berufen, was uns stark macht. Es kommt immer darauf an, wie man auf Rückschläge reagiert. Wir konnten heute wieder beweisen, dass wir eine sehr besondere Mannschaft sind“, sagte Leon Goretzka.
Kompany reagierte auf den desaströsen Auftritt und brachte mit Wiederbeginn Kane und Olise. Sofort veränderte sich die Statik des Spiels, das jetzt fast nur noch in Richtung des Mainzer Tores lief. Jackson sorgte mit seinem Treffer per Direktabnahme für neue Hoffnung und Kompany mit der Einwechslung von Musiala nach 56 Minuten für noch mehr Offensivpower.
Olise, Kane und Musiala drehen das Spiel
Das zahlte sich aus, denn Olise sorgte mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel für den Anschluss. Jetzt brachen bei Mainz alle Dämme. Gegen die individuelle Klasse der Münchner fanden die Rheinhessen kein Gegenmittel mehr und standen nach weiteren Gegentoren von Musiala und Kane am Ende mit leeren Händen da.
„Es ist gut für uns, dass wir trotzdem weiter unsere Mentalität beweisen, obwohl wir schon als Meister feststehen. Es ist gut, dass wir weiter hungrig auf Siege sind, auch in der Bundesliga. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Dieses Gefühl brauchen wir in den kommenden Wochen, wenn wir gewinnen wollen“, sagte Musiala.
Erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte wandelten die Münchner einen Drei-Tore-Rückstand zur Pause in einen Sieg um. Zuvor war ihnen dieses Kunststück 1976 gegen den VfL Bochum (6:5) gelungen.
„Die zweite Halbzeit war schockierend. Aber die Qualität, die dann eingewechselt wird, macht dann den Unterschied. Olise ist für mich derzeit der beste Spieler der Welt“, sagte der Mainzer Nadiem Amiri.
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