Gesperrter Kompany sitzt zwischen Analysten auf der Tribüne
Der besondere Fußballabend begann mit einem besonderen Bild. Vincent Kompany stieg am Dienstag vor dem Hinspiel des Halbfinales der Champions League bei Paris St. Germain (21 Uhr, Amazon Prime) mit seinen Spielern aus dem Bus des FC Bayern – und durfte danach nicht zu seiner Mannschaft.
Nach seiner dritten Gelben Karte ist der Cheftrainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters für die Partie im Prinzenpark-Stadion gesperrt. Bei Amazon Prime Video sagte er kurz vor dem Spiel in einem Interview im Stadion: „Wahrscheinlich gibt es keine schwierigere Aufgabe. Der Glaube ist da, dass wir wieder etwas Besonderes schaffen.“
Wo wird er genau sitzen? „Alles ist ganz deutlich geklärt“, sagte er, ohne den Ort zu verraten. Kompany durfte auf der Tribüne sitzen oder in einer Loge. Er verzichtete vor dem Anpfiff, stattdessen zog er sich vor das Stadion in den Mannschaftsbus zurück. Erst zu Beginn der Partie kam er auf die Tribüne und setzte sich zwischen zwei Analysten des FC Bayern.
Im Interview zuvor hatte er noch gesagt: „Es gibt keinen Trainer, der die Champions League oder die WM gewinnt. Die Jungs müssen die Entscheidungen auf dem Platz treffen. Ich habe selbst gespielt. Genauso war das in den großen Momenten. Das sage ich auch den Jungs. Die Abläufe bleiben.“ Es gehe darum, dass die Führungsspieler Verantwortung übernehmen. „Wir wollen ins Finale“, so Kompany: „Das wird auf dem Platz gelöst. Nicht in der Kabine.“
Sein erster Assistent Aaron Danks wird ihn am Spielfeldrand vertreten. Er habe „100 Prozent Vertrauen“ in seinen Trainerstab um den 42-jährigen Engländer, sagte Kompany. „Danksi hat schon Erfahrung. Und er hat auch eine laute Rolle im Training.
„Vincent ist im Herzen dabei, wir spielen auch für ihn“
Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner erklärte die Statuten des europäischen Verbandes Uefa für die Sperre: „Er darf mit dem Bus mit der Mannschaft anreisen.“ Während des Spiels werde ein Delegierter der Uefa den Belgier beobachten. Es sei kein direkter Kontakt von Kompany zur Mannschaft erlaubt. Über eine Drittperson könne er aber Kontakt aufnehmen.
Für Manuel Neuer ist es das zehnte Halbfinale in der Königsklasse. Der Torwart der Bayern sagte kurz vor dem Spiel: „Es ist etwas ganz Besonderes. Wir spielen gegen eine Weltklasse-Mannschaft. Bis gerade hat sich nicht viel verändert, er (Kompany, d. Red.) hat die Abschlussbesprechung im Hotel gehalten. Wir werden das gut auffangen können. Vincent ist bei uns im Herzen dabei und wir spielen natürlich auch für ihn – auch wenn er jetzt sehr wahrscheinlich aus dem Bus herausschauen wird. Er drückt uns die Daumen, hat uns alles mitgegeben auf dem Weg, und er hat natürlich großes Vertrauen in uns und in sein Trainerteam. Deshalb machen wir uns da keine Gedanken. Unser Coaching-Team zusammen wird das wuppen.“
Aaron Danks (r.), Assistenztrainer des FC Bayern, kommt am Prinzenpark-Stadion anSportvorstand Max Eberl sagte Montag: „Es ist schade, er würde tausendmal lieber an der Außenlinie stehen, als auf der Tribüne zu sitzen. Jetzt ist es aber so, dass er gesperrt ist. Damit haben wir uns abgefunden.“
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