Den Mund halten, nicht zuhalten!
Wenn bei der WM im Sommer einer der Spieler die Hand vor den Mund hält und nicht mindestens hustet, niesen muss, Heuschnupfen oder üblen Mundgeruch hat, dann kann er im Grunde genommen gleich die Sachen zum Duschen packen. Wer in einer Konfrontation mit dem Gegner seine Klappe verdeckt, könnte in Zukunft mit der Roten Karte bestraft werden.
Diese Änderung beschlossen die internationalen Regelhüter des International Football Association Board diese Woche. Damit solle diskriminierendes Verhalten verhindert werden, hieß es.
Eine Platzkonversation mit Inhalten wie „Pillermannsausack“ oder „… deine Mutter“ muss also in Zukunft mit offenem Visier geführt werden. Auch hilft es nicht, der Hinweis sei allen WM-Fahrern mit auf den Weg gegeben, wenn das Trikot über das Schandmaul gezogen wird.
Prestianni wurde für sechs Spiele gesperrt
Das lehrte uns der Fall von Lissabons Stürmer Gianluca Prestianni, der quasi seinen Kollegen eingebrockt hat, dass sie nun den Mund zu halten haben, ihn aber nicht mehr zuhalten dürfen. Prestianni soll sich rassistisch geäußert haben, als er mit über den Mund gezogenen Trikot in den Dialog mit Reals Vinícius Júnior einstieg. Er selbst soll darauf beharrt haben, nur homophobes Zeug von sich gegeben zu haben. Wie auch immer, die Uefa sperrte ihn für sechs Spiele.
„Handlung wird allgemein besser verstanden als Worte. Das Zucken einer Augenbraue, und sei es noch so unscheinbar, kann mehr ausdrücken als hundert Worte“, hat Charlie Chaplin mal gesagt. Merke, werter wütender Fußballprofi: Augenbraue – nicht Mittelfinger.
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