Bayern-Ausgleich in der 100. Minute, VfB jubelt in der Nachspielzeit, Köln verspielt 2:0
Zwischen den beiden Champions-League-Krachern gegen Paris Saint-Germain hat Meister FC Bayern in der Fußball-Bundesliga gepatzt und für zusätzliche Spannung im Abstiegskampf gesorgt. Die Münchner kamen gegen Schlusslicht 1. FC Heidenheim nicht über ein 3:3 (1:2) hinaus, verhinderten durch ein Last-Minute-Tor in der zehnten Minute der Nachspielzeit aber gerade noch eine Niederlage.
Damit liegt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt nur noch zwei Punkte hinter dem Vorletzten VfL Wolfsburg (25) und drei Zähler hinter dem FC St. Pauli (26). Die beiden Rivalen sind erst am Sonntag im Einsatz.
TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart 3:3 (1:2)
Mit einem Last-Minute-Tor hat der VfB Stuttgart der TSG 1899 Hoffenheim den Andrej-Kramaric-Feiertag verdorben. Tiago Tomas erzielte beim 3:3 (1:2) den späten und glücklichen Ausgleich für die Schwaben. Im Kampf um eine Champions-League-Teilnahme bleiben die beiden Landesrivalen nach einer packenden Partie punktgleich.
Die TSG-Fans, die sich viel mehr VfB-Anhänger als die gut 3.000 im Gästeblock gegenübersahen, jubelten schon vor dem Anpfiff lautstark: Da gab der 34 Jahre alte Hoffenheimer Rekordtorjäger Kramaric in einer kurzen Videobotschaft bekannt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängert hat. Nur wenige Minuten später traf die „Club-Legende“ (Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker) zum 1:0 (8. Minute) - als hätte da jemand Regie geführt.
Chris Führich (20.) glich für den VfB aus, ehe Bazoumana Touré (24.) die Hoffenheimer wieder in Führung brachte. Vor 30.150 Zuschauern im ausverkauften Sinsheimer Stadion gelang dem kroatischen Nationalspieler Kramaric dann der zweite Treffer und sein 14. Saisontor (49.), ehe der eingewechselte Ermedin Demirovic noch auf 2:3 verkürzte (64.) – und Tomas doch noch für einen Punkt der Gäste sorgte (90.+6).
Eintracht Frankfurt – Hamburger SV 1:2 (0:0)
Der Hamburger SV hat Eintracht Frankfurt nach dem Eklat um Albert Riera den nächsten großen sportlichen Dämpfer versetzt. Der HSV gewann einen Tag nach der denkwürdigen Wutrede des Frankfurter Trainers auswärts mit 2:1 (0:0).
Die Hamburger sind dem Klassenverbleib mit dem ersten Sieg nach zuvor sechs sieglosen Spielen einen großen Schritt näher gekommen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den aktuell Stadtrivale FC St. Pauli belegt, beträgt acht Punkte. Sollten am Sonntag weder die Kiezkicker im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 noch der VfL Wolfsburg beim SC Freiburg gewinnen, wäre der Klassenverbleib perfekt.
In Frankfurt dürfte die Unruhe nach der nächsten enttäuschenden Leistung am 32. Spieltag in der Fußball-Bundesliga weitergehen. Die Qualifikation für den Europapokal ist für den ambitionierten Tabellensiebten in akuter Gefahr. Freiburg kann an den Hessen an diesem Wochenende noch vorbeiziehen.
Keine gute Woche: Frankfurts Trainer Albert Riera stand bereits vor der Niederlage gegen Hamburg in der KritikNach einem Tor durch Can Uzun in der 48. Minute war die Eintracht zunächst auf der Siegerstraße. Dann aber drehte der HSV durch die starken Fábio Vieira und Albert Grønbæk die Partie (51./59.) und feierte den ersten Bundesliga-Sieg gegen Frankfurt seit Januar 2011. In der langen Nachspielzeit sah Eintracht-Profi Rasmus Kristensen nach einem wiederholten Foul auch noch die Gelb-Rote Karte (90.+12).
1. FC Union Berlin – 1. FC Köln 2:2 (0:1)
Livan Burcu hat den 1. FC Union Berlin vor der dritten Niederlage unter Interimstrainerin Marie-Louise Eta bewahrt und sein Team dem Klassenerhalt ganz nah gebracht. Durch den späten Treffer des Offensivspielers in der 89. Minute holten die Eisernen gegen den 1. FC Köln noch ein 2:2 (1:0)-Unentschieden und können schon am Sonntag auf dem Sofa den Verbleib in der Bundesliga feiern. Auch die Kölner sind der Rettung durch das Remis sehr nah, hätten aber angesichts der 2:0-Führung sogar einen noch größeren Schritt zum Klassenerhalt machen können.
Der späte Ausgleich: Livan Burcu (rechts) traf zum 2:2-EndstandSaid El Mala hatte die Geißböcke mit zwei ganz cleveren Aktionen vermeintlich auf die Siegerstraße gebracht. Der 19 Jahre alte Angreifer bereitete den ersten Treffer durch Marius Bülter (33. Minute) mit einem klugen Laufweg aus einer Abseitsposition vor. Das zweite Tor (61.) erzielte er vor 22.011 Zuschauern im Stadion an der Alten Försterei selbst. Union konnte durch den Treffer von Tom Rothe (73.) aber noch verkürzen. Und dann traf Burcu zum ersten Mal in der Bundesliga.
Werder Bremen – FC Augsburg 1:3 (0:2)
Das Bangen für den SV Werder geht weiter. Die Bremer verpassten durch ein 1:3 (0:2) gegen den FC Augsburg den vorentscheidenden Schritt zum Klassenverbleib. Mann des Spiels war der Augsburger Anton Kade. Der U21-Nationalspieler erzielte vor der Pause beide Tore in der 24. Minute und in der Nachspielzeit und baute seine Bilanz auf sechs Saisontreffer aus. Romano Schmid (64.) konnte in der zweiten Halbzeit für die Bremer nur noch verkürzen. Der kurz zuvor eingewechselte Kristijan Jakic (69.) sorgte für die Entscheidung zugunsten der Augsburger.
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