Der FSV Mainz 05 hat am Millerntor den Verbleib in der Bundesliga perfekt gemacht und gleichzeitig die Abstiegssorgen des FC St. Pauli vergrößert. Die Rheinhessen gewannen bei den seit Februar sieglosen Hamburgern mit 2:1 (2:0) und dürfen sich auf die 18. Saison in Serie in der deutschen Spitzenklasse freuen.

Phillip Tietz (6. Minute) und Phillipp Mwene (40.) erzielten die Tore für den FSV gegen völlig enttäuschende Gastgeber. Abdoulie Ceesays Treffer in der 87. Minute kam für St. Pauli zu spät.

Kraftlos, ideenlos und kampflos: Die Hamburger legten einen ganz schwachen Auftritt hin. Die Fans pfiffen den Kiez-Klub nach 45 Minuten aus. Seit acht Spielen warten die Hanseaten auf einen Sieg und drohen mit ähnlichen Leistungen auch den Relegationsrang zum Ende der Saison zu verpassen.

Smith bei Startelf-Comeback gleich im Fokus

St. Paulis Eric Smith war wieder in der Startelf nach seinem Comeback am vergangenen Wochenende. Der Schwede, der schmerzlich vermisst wurde, stand beim ersten Gegentor direkt im Fokus. Die druckvollen Mainzer unterbrachen eine Passkombination des Duos um Smith und Hauke Wahl. Sheraldo Becker erhielt den Ball und bediente Torjäger Tietz, der flach zur Führung traf. Insgesamt viel zu schlecht verteidigt von den Gastgebern.

Die Hamburger ließen danach vieles vermissen. Der Mannschaft von Trainer Alexander Blessin mangelte es an Ideen und Wucht gegen einen kaltschnäuzigen Gegner. Insbesondere den Zuspielen in der Offensive fehlte die nötige Qualität, um in der Bundesliga zu bestehen. Die Gastgeber leisteten sich teils unerklärliche Ballverluste.

Wenige Minuten vor der Pause traf Mainz erneut: Wieder wirkten die Gastgeber nicht sattelfest. Nach einem langen Ball behauptete Tietz den Ball, spielte ihn auf Silvan Widmer, der viel zu viel Platz bekam. Der Kapitän passte im Strafraum flach nach hinten auf Mwene, der mühelos erhöhte. Vollkommen verdient.

Blessin reagierte mit zwei Wechseln auf die erste Hälfte. Doch das Bild änderte sich nicht. St. Pauli spielte nicht ebenbürtig mit. Als kaum jemand mehr damit rechnete, gelang Ceesay der Anschlusstreffer. An der bitteren Niederlage änderte sich aber nichts mehr.

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