„Sie sind die Bosse“ – internationale Pressestimmen zu Bayern vs. PSG
Der Traum vom Triple ist für den FC Bayern München geplatzt. Beim 1:1 gegen Paris Saint-Germain kommt das Ausgleichstor von Harry Kane zu spät. Die internationale Presse feiert den Titelverteidiger aus Frankreich. Für kontroverse Diskussionen sorgen zwei Handspiel-Situationen in der ersten Halbzeit.
Frankreich
„L'Equipe“: „Auf nach Budapest! Die Geschichte des französischen Fußballs wird oft in München geschrieben, und der Rasen der Allianz Arena ist für PSG nach wie vor eine Quelle großer Freude. Seit dem überzeugenden 5:0-Sieg gegen Inter Mailand am 31. Mai ist der Pariser Klub eng mit dem Münchner Stadion verbunden. Am Mittwochabend wiederholte er diesen Erfolg im Halbfinal-Rückspiel der Champions League, erreichte gegen Bayern München ein 1:1 und sicherte sich damit den Einzug ins zweite Finale in Folge.“
„Sport“: „Luis Enrique auf dem Weg zu seinem dritten Champions-League-Titel. Der katarische Traum könnte zum zweiten Mal in Folge wahr werden. Und das alles, weil man den Ratschlägen und der Philosophie des Spaniers gefolgt ist: auf absolute Stars in der Kabine zu verzichten und stattdessen auf das Spiel und den Ball zu setzen.“
„Le Parisien“: „Sie sind die Bosse.“
Spanien
„Mundo Deportivo“: „Luis Enriques PSG trifft am 30. Mai im Champions-League-Finale auf Mikel Artetas Arsenal. In der Arena in Budapest kommt es zu einem Duell spanischer Trainer. Während das erste Aufeinandertreffen als eines der besten Spiele aller Zeiten in die Fußballgeschichte eingegangen ist, war das Rückspiel zwischen PSG und Bayern von Spannung und Nervosität geprägt.“
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„AS“: „PSG ist die Bestia Negra!“
„Marca“: „Luis Enrique macht München erneut zum heiligen Boden für PSG. Dembélés frühes Tor baute den Vorsprung aus dem Hinspiel weiter aus – Harry Kanes Treffer in der Nachspielzeit kam für Bayern zu spät. Die Pariser verteidigen ihren Titel gegen Artetas Arsenal.“
Großbritannien
„The Guardian“: „Es kann nicht immer alles so rosig sein. Paris Saint-Germain trifft im Champions-League-Finale auf Arsenal und hat sich diesen Platz durch eine konzentrierte und souveräne Leistung verdient. Die Bayern wirkten nicht in Bestform. Luis Enriques Team hätte in einem Spiel, das nicht an die Klasse der Vorwoche heranreichte und wohl auch nie heranreichen konnte, gewinnen müssen. Der Triumph basierte jedoch auf der Fähigkeit, die unangenehmen Aufgaben zu bewältigen, die ihnen in Budapest zugutekommen sollten.“
BBC: „Das Rückspiel im Halbfinale war kein Klassiker wie das Hinspiel in Paris. Bayern war überzeugt, dass ihnen in der ersten Halbzeit ein Elfmeter hätte zugesprochen werden müssen, als Vitinha im Strafraum einen Klärungsball gegen den Arm von Joao Neves schoss, doch laut Regelwerk darf es keinen Elfmeter geben, wenn der Ball von einem Mitspieler gespielt wurde.“
„The Sun“: „Hunger auf mehr. Der Titelverteidiger erreicht nach einem packenden Duell mit Bayern erneut das Finale. Die Champions haben einen unstillbaren Appetit darauf, den Engländern einen Strich durch die Rechnung zu machen. Nach einem wahren Torfestival im Hinspiel gab Paris Saint-Germain im Rückspiel noch einmal richtig Gas. Harry Kane bekommt seine Pause vor der WM.“
„Daily Mail“: „Es war eine Darbietung von Reife, eine Leistung eines europäischen Champions – des Titelträgers der vergangenen Saison und höchstwahrscheinlich auch der aktuellen. Erst zum zweiten Mal in dieser Spielzeit erzielte der FC Bayern München zu Hause nur ein einziges Tor. Dies lag maßgeblich daran, dass die brillanten Gäste unter Luis Enrique keine weiteren Treffer zuließen. Doch von dieser PSG-Mannschaft geschlagen zu werden, ist im Grunde keine Schande. Sie ist schlichtweg überragend.“
Italien
„Tuttosport“: „Encore Paris.“
„La Repubblica“: „Paris erreicht erneut das Finale – diesmal jedoch mit einem gänzlich anderen Ansatz: Sie erzielten lediglich ein einziges Tor (Dembélé) und kassierten nur einen Gegentreffer (Kane) – und das ausgerechnet in der 94. Minute – gegen eine Bayern-Mannschaft, die in dieser Saison bereits 175 Tore erzielt hat. Das ist die Kehrseite einer Medaille, die auf beiden Seiten gleichermaßen glänzt: Das Spektakel der Defensive – wobei man sich sogar auf eine regelrechte Abwehrschlacht einließ, als die Situation dies erforderte. Luis Enrique hat bewiesen, dass die Annahme, ihm sei die Defensivarbeit gleichgültig – oder seine Mannschaft sei dazu schlicht unfähig – schlichtweg falsch ist; tatsächlich waren es gerade seine defensiven Strategien, die letztlich das Halbfinal-Rückspiel entschieden.“
„Gazzetta dello Sport“: „Das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn das Spiel selbst dank Kanes spätem Ausgleichstreffer in der 94. Minute mit 1:1 endete. Die Europa-Champions haben sich den zweiten Finaleinzug in Folge vollauf verdient; dort treffen sie auf Arsenal – und gehen als klarer Favorit in die Partie. (…) Den Bayern ist es nicht gelungen, mit derselben defensiven Stabilität zu verteidigen wie der Gegner. Tatsächlich hatten sie es mehr als einmal Manuel Neuer zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Vor allem aber wurde das lodernde Feuer ihres Angriffs wirkungsvoll erstickt.“
„Corriere dello Sport“: „Das Hinspiel bot Tore, Spektakel und Spannung. Das Rückspiel tat es ihm gleich und fällte das Urteil: Paris Saint-Germain zieht zum zweiten Mal in Folge ins Champions-League-Finale ein. Der FC Bayern muss sich nach dem 1:1 in der Allianz-Arena geschlagen geben. Einige umstrittene Entscheidungen des portugiesischen Schiedsrichters João Pinheiro sorgten bei deutschen Fans und darüber hinaus für Empörung.“
Österreich
„Kurier“: „Wenn in einem Semifinal-Hinspiel der Champions League einmal neun Tore fallen und die ganze Fußballwelt verzückt ist vor lauter Spektakel, Show und Spannung, dann liegt die Latte für das zweite Duell zwangsläufig hoch. Ja, das zweite Kräftemessen zwischen dem FC Bayern und Paris SG mag dann nicht mehr dieses Torfestival gewesen sein, aber unterhaltsam und mitreißend war das Rückspiel in der Allianz-Arena allemal.“
„Kronenzeitung“: „PSG jubelt und stürzt Bayern ins Tal der Tränen. Für Deutschlands Meister um Trainer Vincent Kompany endete der Traum vom Triple vorzeitig. Kane und Co. fanden offensiv nicht die Mittel, um die kompakt verteidigenden Gäste in Bedrängnis zu bringen.“
Schweiz
„Blick“: „Bayern scheitert nach Handspiel-Drama. Bayern hadert nach Halbfinal-Aus mit Schiri.“
DPA · SID lw- Bayern
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