Spielabbruch wegen Platzsturm – Trainer stellt Chaoten in seinem letzten Spiel zur Rede
Die Fans des französischen Erstligisten FC Nantes haben in der Partie gegen den FC Toulouse mit einem Platzsturm für einen Spielabbruch gesorgt. Dutzende vermummte Fans durchbrachen am Sonntagabend in der 22. Minute die Sicherheitsabsperrungen im Stade de la Beaujoire und stürmten auf das Spielfeld.
Die vermummten Fans warfen Leuchtfackeln, während Nantes-Trainer Vahid Halilhodzic versuchte, die Fans zur Rede zu stellen und sie zum Verlassen des Stadions zu bewegen. Die Spieler beider Teams flüchteten umgehend in Richtung Spielertunnel.
Die Polizisten setzten Tränengas einPolizisten marschierten auf und räumten das Spielfeld. Die Fans kehrten unter Aufsicht der Bereitschaftspolizei auf die Ränge zurück. Es kehrte aber keine Ruhe ein, denn die Randalierer warfen aus dem Fanblock weiter Gegenstände auf die Polizisten.
„Solche Vorfälle dürfen nicht toleriert werden“
Nach einer langen Unterbrechung erklärte Schiedsrichterin Stéphanie Frappart, die örtlichen Behörden hätten aus Sicherheitsgründen die Absage des Spiels angeordnet. Nantes ging als Tabellen-17. in die Partie und war bereits abgestiegen.
Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari verurteilte die Gewaltszenen als vollkommen inakzeptabel. „Die vom Präfekten beschlossene endgültige Unterbrechung dieses Spiels war unumgänglich. Solche Vorfälle dürfen nicht toleriert werden.“ Die Urheber der Gewalttaten müssten identifiziert und streng bestraft werden.
In den Katakomben wurde Halilhodzic nach dem Spielabbruch von den Kameras eingefangen, wie er kopfschüttelnd und sichtlich bewegt mit den Tränen kämpfte. Es war ein bitteres Ende seiner Trainerkarriere. Denn das Spiel gegen Toulouse war die letzte Partie des 74-Jährigen auf der Trainerbank.
Vahid Halilhodzic„Was soll man nach so etwas sagen? Das ist etwas sehr Schwerwiegendes. Es war mein letztes Spiel. Ich hatte gehofft, mich wenigstens mit einem Sieg zu verabschieden. Für die Ehre und den Stolz“, sagte Halilhodzic.
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