Handball-Meister – SC Magdeburg darf nach unfassbarem Krimi gegen Flensburg die Party anstimmen
Gezittert, gekämpft und am Ende gejubelt: Der SC Magdeburg hat seinen ersten Meister-Matchball genutzt und den vierten gesamtdeutschen Titelgewinn vorzeitig perfekt gemacht. Der souveräne Tabellenführer der Handball-Bundesliga gewann das Topspiel gegen Verfolger SG Flensburg-Handewitt in letzter Sekunde mit 31:30 (13:13) und krönte sich wie 2001, 2022 und 2024 zum Champion.
Mit 58:4 Punkten ist der Champions-League-Gewinner des Vorjahres an den letzten drei Spieltagen vom entthronten Titelverteidiger Füchse Berlin und den Flensburgern (beide 49:13) nicht mehr einzuholen. „Wir haben in dieser Saison sehr gut performt“, lobte Erfolgstrainer Bennet Wiegert seine Schützlinge für das Meisterstück und frohlockte: „Das ist der wertigste Titel für mich.“
Vor 6.600 Zuschauern zeigten die Hausherren zunächst Nerven und lagen nach einer Viertelstunde mit zwei Toren hinten. Das lag vor allem am überragenden Flensburger Torwart Benjamin Buric, der einen Sahnetag erwischte. „Jungs, nicht so hektisch“, mahnte Wiegert in einer frühen Auszeit.
Trainer Bennet Wiegert hat erst spät in der Partie Grund zum JubelnDoch seine Schützlinge fanden auch in der Folge nicht zu ihrem gefürchteten Tempospiel und immer wieder in Buric ihren Meister. Der SG-Keeper parierte allein in der ersten Halbzeit neun Würfe. Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand kam Magdeburg vor der Pause immerhin zum Ausgleich.
Titel als Lohn für konstante Saison
Nach dem Wechsel blieb es ein enges Match, in dem sich beide Teams etliche Fehler leisteten. So vergab der SCM gleich vier Siebenmeter. Dennoch jubelten am Ende die Hausherren, für die Rückraum-Ass Gisli Kristjansson mit sechs Toren bester Werfer war. „Es ist schon cool, dass wir das heute geschafft haben“, sagte der Isländer.
Für den SCM, der in der DDR zehnmal Meister wurde, ist es unter der Regie von Wiegert bereits der elfte Titel in einem nationalen oder internationalen Wettbewerb in den vergangenen zehn Jahren. Mitte Juni kann Magdeburg beim Final-Four-Turnier in der Champions League sogar das Dutzend vollmachen. Im Halbfinale trifft der deutsche Meister dann in einer Neuauflage des Vorjahresendspiels auf die Füchse Berlin.
Im Rennen um die Meisterschaft hatte der SCM den Rivalen aus der Hauptstadt frühzeitig in der Saison abgehängt. Nach der Anfang September erfolgten Trennung von Sportdirektor Stefan Kretzschmar und Trainer Jaron Siewert, deren Aufgaben der Däne Nicolej Krickau übernahm, kassierten die Berliner allein in der Hinrunde fünf Pleiten.
Magdeburg hingegen verließ das Parkett in dieser Bundesliga-Spielzeit bisher nur einmal als Verlierer - Mitte Februar beim 29:31 in Kiel. „Die Konstanz war das große Plus von Magdeburg“, lobte Bundestrainer Alfred Gislason den neuen Meister.
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