Manuel Neuer, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag in den WM-Kader berufen und zur neuen Nummer eins im deutschen Tor auserkoren wurde, fällt für das DFB-Pokal-Finale am Samstag gegen den VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion (20.00 Uhr, ARD und im WELT-Ticker) aus.

Das bestätigte der FC Bayern am Freitagvormittag. Auf seiner Homepage schrieb der Klub: „Manuel Neuer wird den Bayern aufgrund von muskulären Problemen in der linken Wade gegen die Schwaben noch nicht wieder zur Verfügung stehen.“ Für Neuer wird Jonas Urbig spielen.

Der 40 Jahre alte Torhüter hatte sich am vergangenen Samstag im letzten Bundesliga-Saisonspiel gegen den 1. FC Köln eine Verletzung an der Wade zugezogen und war daraufhin ausgewechselt worden. „Ich habe ein bisschen was gemerkt in der Wade und ich wollte jetzt kein Risiko eingehen – auch wegen nächster Woche“, hatte er im Anschluss gesagt. Die Verletzung stellte sich dann offenbar als schwerwiegender heraus als zunächst vermutet.

Nagelsmanns Neuer-Entscheidung stieß auf Kritik

Was das für die WM-Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft bedeutet, ist zunächst offen. Neuers Ausfall im letzten Pflichtspiel vor der Weltmeisterschaft ist aber sicherlich nicht im Sinne Nagelsmanns, dessen Entscheidung pro Neuer durchaus auf Kritik stieß.

Zum einen wurde der Umgang mit Stammtorwart Oliver Baumann als unfair empfunden. Zum anderen ist Neuer, der nach der EM 2024 aus der Nationalelf zurückgetreten war, in jüngerer Vergangenheit ziemlich verletzungsanfällig. Der aktuelle Ausfall ist Wasser auf die Mühlen derer, die Zweifel daran haben, ob Neuers Konstitution noch für ein langes Turnier ausreicht. In diesem Jahr musste der Weltmeister von 2014 bereits zweimal wegen eines Muskelfaserrisses am linken Unterschenkel pausieren.

Dass Nagelsmann Neuers Vertreter Urbig als Trainingstorwart mit zur Weltmeisterschaft nimmt, kommt nicht von ungefähr. Verletzt sich ein Schlussmann während des Turniers, darf auf dieser Position nämlich nachnominiert werden. Deutschland hätte den Ersatz dann schon im Camp.

Neben Neuer und Baumann steht noch Alexander Nübel im deutschen Kader, der Samstag in Berlin das Tor der Stuttgarter hütet. Er ist vom FC Bayern an den VfB ausgeliehen und hat bei den Münchnern noch einen vier Jahre gültigen Vertrag. Im Sommer müsste er zurückkehren, die Bayern planen aber kommende Saison mit Neuer und Urbig.

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