• Die Kulturhauptstadt Chemnitz möchte auch nach 2025 an Projekten wie dem Purple Path festhalten.
  • Alle zwei Jahre soll ein Festivalsommer die Stadt beleben.
  • Die Gelder dafür sollen aus der Landes- und der Stadtkasse bereitgestellt werden.

Chemnitz will auch in Zukunft ein kulturelles Zentrum sein. Wie Oberbürgermeister Sven Schulze am Mittwoch sagte, soll das Kulturhauptstadtgefühl auch nach 2025 lebendig gehalten werden. Dafür sollen der Stadt vor allem bewährte Veranstaltungen wie das Hutfestival, das Festival "Tanz Moderne Tanz", der Parksommer, Makers United sowie das Kosmos Festival erhalten bleiben.

Das Hutfestival in Chemnitz soll fester Bestandteil der Kulturstadt bleiben.Bildrechte: MDR/Ines Rudelt

Auch der Kunstwanderweg Purple Path soll weitergeführt werden. Zudem will man an den Maker Hubs und am Maker Advent festhalten, der für den deutschen Tourismuspreis nominiert ist. Die Zusammenarbeit zwischen Chemnitz und den umliegenden Gemeinden als gemeinsame Kulturregion soll ebenfalls fortgesetzt werden.

Chemnitz plant regelmäßige Festivalsommer

Zudem kann sich Oberbürgermeister Sven Schulze alle zwei Jahre einen Festivalsommer von Juni bis September vorstellen. So sei 2027 etwa die Biennale "Unseen" geplant. Auf diese Weise könne zum Beispiel das Kunstfestival "Begehungen" weitergeführt werden. Auch große Ausstellungen der Chemnitzer Kunstsammlungen, die weit über die Stadt hinausstrahlen, wie aktuell die Edvard Munch-Schau, sollen Teil der Festivalsommer werden.

Das Werk "Green Screen" der Künstlerin Hito Steyerl war beim Kunstfestival "Begehungen" in Chemnitz 2025 zu sehen.Bildrechte: Johannes Richter

"Das ist der Plan für die nächsten Jahre: Dass wir ein Set an Veranstaltungen und Marken haben, die es jedes Jahr geben wird und dann im Zweijahresrhythmus noch einmal etwas Konzentrierteres, vielleicht auch nochmal was Einmaligeres, was Größeres", sagte Schulze MDR KULTUR.

Finanzierung des Nachfolgeprojekts zur Kulturhauptstadt Chemnitz

Die Kulturhauptstadt gGmbH soll durch eine Nachfolgegesellschaft mit acht bis elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich Tourismus und Marketing abgelöst werden. Diese soll auch die Volunteers koordinieren, hieß es am Mittwoch in Chemnitz. Denn das Potential der 1.200 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich für die Kulturhauptstadt 2025 engagieren, will die Stadt nicht versanden lassen.

1.200 ehrenamtliche Helfer unterstützen die Kulturhauptstadt Chemnitz – das Engagement will man nach 2025 nicht versanden lassen.Bildrechte: Chemnitz 2025 gGmbH/Peter Rossner

Die Landesregierung will für den sogenannten Legacy-Prozess im Anschluss an das Kulturhauptstadtjahr einer Absichtserklärung zufolge 900.000 Euro zur Finanzierung bereitstellen. Die Stadt Chemnitz habe Oberbürgermeister Schulze zufolge mittelfristig 1,5 bis zwei Millionen Euro dafür eingeplant. Die Verhandlungen für den Doppelhaushalt 2026/27 seien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Fünf Millionen Euro pro Jahr für die Kulturregion Chemnitz wären ideal

Der Leiter des Chemnitzer Kulturbetriebes, Ferenc Csák, sprach bei der Pressekonferenz am Mittwoch von vier bis fünf Prozent der Gesamtausgaben für das Kulturhauptstadtjahr, die nötig seien, um eine erfolgreiche Fortführung zu gewährleisten. Das entspräche Ausgaben von etwa fünf Millionen Euro jährlich.

Der Kunstwanderweg Purple Path soll auch nach 2025 erhalten bleiben und weitergeführt werden.Bildrechte: Artour

Bis März 2026 soll laut Sven Schulze ein nachhaltiges Konzept für die Stadt und die Region Chemnitz vorgelegt werden. Der sogenannte Legacy-Plan werde Projekte und Vorhaben für die Jahre 2027 bis 2031 abstecken. Oberbürgermeister und Kulturbetrieb Chemnitz zeigten sich am Mittwoch gewillt, auch nach der Abgabe des Titels Kulturhauptstadt Europas 2025 einen Platz unter den großen Kulturorten halten zu wollen.

Quelle: MDR KULTUR (Grit Krause)
redaktionelle Bearbeitung: sg

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