Neue Produktionslinie für Knorr-Produkte aus dem Vogtland
Der Unilever-Konzern hat am Donnerstag in seinem Werk in Auerbach eine neue Produktionslinie für Instantsuppen in Betrieb genommen. Mit der rund zehn Millionen Euro teuren Anlage können nach Unternehmensangaben pro Jahr bis zu 100 Millionen Snack-Becher mit Instant-Mahlzeiten produziert werden. Die Käufer müssen nur noch heißes Wasser einfüllen und erhalten binnen weniger Minuten ein kleines Fertiggericht.
Bis zu 450 Snack-Becher pro Minute können mit der neuen Anlage befüllt werden.Bildrechte: picture alliance/dpa | Hendrik SchmidtKonsumgüterkonzern setzt auf Kompetenz im Vogtland
Der Geschäftsführer von Unilever Deutschland, Stephan Pfeifer, sagte bei der Inbetriebnahme, Snackprodukte seien ein Wachstumsmarkt, die Nachfrage steige kontinuierlich. Deshalb würden weitere fünf Millionen Euro in Auerbach investiert, um das Werk zu einem Kompetenzzentrum für Mini-Mahlzeiten und Snackprodukte auszubauen.
Ein Schritt zur Standortsicherung
Das Vorhaben sichert auch Arbeitsplätze. Noch Anfang 2024 hatte der Konzern angekündigt, fast die Hälfte der damals 175 Jobs zu streichen. Nach Protesten der Belegschaft wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat ein Konzept zur Neuausrichtung entwickelt und damit der Stellenabbau zumindest verringert. Derzeit werden an dem Standort im Vogtland 115 Menschen im Ein-Schicht-Betrieb beschäftigt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hofft, dass bei einem steigenden Absatz wieder Mitarbeiter dazukommen.
Auerbach und Tütensuppen - das ist eine lange gmeinsame Geschichte.Bildrechte: picture alliance/dpa | Hendrik SchmidtTrockenes aus der Tüte seit mehr als 80 Jahren
Das Werk in Auerbach hat eine lange Tradition. Dort werden schon seit den 1940-er Jahren Trockensuppen und Würzmittel hergestellt, seit 1990 unter der Marke Knorr. Im Jahr 2000 übernahm der weltweit agierende Konsumgüterhersteller Unilever den Standort. Innerhalb des Konzerns ist Auerbach nach Unternehmensangaben der wichtigste Produktionsstandort für Tütensuppen, sogenannte Snack-Pots und ähnliche Fertiggerichte. Mehr als 8.000 Tonnen davon verlassen jährlich das Werk und werden nach ganz Europa geliefert.
MDR (stt)/dpa
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