Aktuelle Zahlen zur Vogelgrippe: Mehr als 700 Ausbrüche seit Mitte Oktober
Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland weiter aus. Seit Anfang Oktober sind mehr als 700 Ausbrüche registriert worden (Stand: 7. November). Das geht aus aktuellen Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervor, die MDR Data ausgewertet hat. Ein Ausbruch kann dabei mehrere infizierte Tiere umfassen.
Die bundesweit meisten Fälle wurden demnach bislang im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt mit rund 40 Ausbrüchen gemeldet. Es folgen die Landkreise Nordwestmecklenburg (26) und Mecklenburgische Seenplatte (24). Die Infektionen konzentrieren sich derzeit auf den Norden und Osten Deutschlands.
Anders als in den Vorjahren betrifft das Virus in diesem Jahr vor allem Kraniche. Mehr als die Hälfte aller erfassten Ausbrüche seit Mitte Oktober ist auf diese Tierart zurückzuführen. In den vergangenen Jahren waren dagegen vor allem Wildgänse, Möwenvögel und Schwäne betroffen.
FLI: Aktuelle Welle mit Seuchenjahr 2021 vergleichbar
Nach Angaben des FLI liegt die Gesamtzahl der erfassten Ausbrüche bislang unter den Höchstwerten der Jahre 2021 bis 2023. Dennoch sei die aktuelle Welle bereits mit dem bisherigen Rekordjahr 2021 vergleichbar. Die Zahl der im FLI-Referenzlabor bestätigten Infektionen sei derzeit sogar höher als zum gleichen Zeitpunkt 2021, teilte das Institut mit.
"Wir hatten 2025 einen sehr zeitigen Beginn der Infektionswelle und müssen nun abwarten, ob sie auch früher wieder abebbt", sagte eine Sprecherin des Bundesinstituts für Tiergesundheit der Deutschen Presse-Agentur. Seit Anfang September wurden bundesweit in Dutzenden Geflügelhaltungen Infektionen mit dem hochansteckenden Virus H5N1 festgestellt. Die Zahl der vorsorglich getöteten Nutztiere nähert sich laut FLI der Marke von einer Million.
dpa, MDR (Max Schörm, David Wünschel)
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