Das christliche Hilfswerk Arche beklagt die anhaltende Zunahme von Kinderarmut. Gründer Bernd Siggelkow sagte MDR AKTUELL, inzwischen seien fast vier Millionen Minderjährige betroffen. Das seien mehr als drei Mal so viele wie vor 30 Jahren, als er das Hilfswerk gegründet habe.

Das große Problem sei, dass sich die Armut in Deutschland vererbe. Es brauche inzwischen fünf Generationen, um da herauszukommen.

Warnung vor Kürzungen von Fördergeldern

Siggelkow warnte zugleich vor Kürzungen staatlicher Fördergelder. Ohne die Hilfsbereitschaft der vielen Ehrenamtlichen hätten die Jugendämter Hochkonjunktur. Über das Problem berät seit Donnerstag in Berlin die Nationale Armutskonferenz. Dabei handelt es sich um ein Treffen von Menschen mit Armutserfahrung .

Logo des Vereins "Arche"Bildrechte: picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Im Vorfeld rief die Nationale Armutskonferenz die Fraktionen des Bundestages zu einer aktiven Politik der Armutsbekämpfung auf. Es gelte, die aktuell bestehende Kausalität "Armut macht krank, Krankheit macht arm" aufzulösen.

Siggelkow ist Sozialarbeiter und Pastor. Er gründete 1995 in Berlin das christliche Kinder- und Jugendwerk "Die Arche". Für sein Lebenswerk wurde er mit dem "Goldenen Bambi" ausgezeichnet.

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