Marode Agra-Brücke im Leipziger Süden muss neu gebaut werden
Die hoch belastete Agra-Brücke südlich von Leipzig muss neu gebaut werden. Die in den vergangenen Tagen durchgeführten Untersuchungen hätten gravierende Schäden bei der Spannbetonbrücke ergeben, wie Sachsens Infrastrukturministerium mitteilte. "Die ursprünglich noch angenommene Lebensdauer von zehn Jahren ist nicht mehr ansatzweise haltbar", sagte Ministerin Regina Kraushaar (CDU). Die von der Oberseite der Brücke entnommenen Stahlproben hatten nach Angaben des Ministeriums deutliche Schäden gezeigt.
Die Agra-Brücke muss ersetzt werden. Der Schwerverkehr wird schon ab Donnerstag eingeschränkt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNKGutachter: Einzelne Stahldrähte bereits gerissen
Der beauftragte Gutachter Thomas Bösche erläuterte: "In zwei von fünf geöffneten Spanngliedern sind bereits einzelne Drähte gerissen, zudem ist eine Vielzahl weiterer Anrisse festzustellen." Die Proben sollen nun im Labor genauer untersucht werden, Ende November sollen die Ergebnisse vorliegen.
Ministerin Kraushaar sagte: "Die einzige Lösung, die schnell realisierbar, rechtlich machbar, finanziert und für die Region zumutbar ist, ist der unverzügliche Ersatzneubau der Brücke." Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr sei beauftragt worden, sofort mit den Planungen für den Ersatzneubau zu beginnen.
Schwerverkehr ab Donnerstag verboten
Um das Bauwerk zu entlasten und die Sicherheit des Verkehrs zu gewährleisten, dürfen ab Donnerstag nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen über die Brücke fahren, so das Ministerium. Schwerere Fahrzeuge werden voraussichtlich über den Leipziger Ring der Autobahnen 38 und 14 umgeleitet. Zudem soll die erlaubte Geschwindigkeit reduziert werden.
MDR (lam)/dpa
Weiterführende Links
- 14. November 2025Korrosionsschäden: Agra-Brücke in Markkleeberg nur eingeschränkt befahrbarmit Video
- 07. November 2025Nächste Sicherheitsuntersuchung an Agra-Brücke Markkleeberg
- 05. Dezember 2024Verkehrsader im Süden Leipzigs: Prüfung der Agra-Brücke beginnt
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke