Elf Brandopfer aus der Schweiz werden in Deutschland behandelt – auch in Leipzig und Halle
- Aus dem Schweizer Urlaubsort Crans-Montana werden elf Verletzte in deutschen Kliniken behandelt.
- Sie wurden auf mehrere Bundesländer aufgeteilt.
- Auch zwei Kliniken in Halle und Leipzig sind beteiligt.
Nach der verheerenden Brandkastrophe im Schweizer Urlaubsort Crans-Montana mit 40 Toten und fast 120 meist Schwerstverletzten beteiligen sich auch deutsche Kliniken an der Behandlung der Brandopfer.
In Deutschland werden nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe insgesamt elf Verletzte aus der Schweiz behandelt. Die Verteilung sei nach dem sogenannten Kleeblattmechanismus erfolgt, den Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt haben.
Mehrere Bundesländer an Behandlung beteiligt – auch Sachsen-Anhalt
Im Rahmen bilateraler Vereinbarungen wurden demnach drei Personen nach Baden-Württemberg, eine weitere nach Rheinland-Pfalz gebracht. Zudem seien sieben Verletzte über das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) nach Deutschland gekommen. Jeweils eine Person wurde nach Bayern, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Berlin und Sachsen-Anhalt gebracht, zwei weitere nach Nordrhein-Westfalen.
Die Patientinnen und Patienten wurden per Flugzeug und Hubschrauber nach Deutschland transportiert. Die Schweiz hat den Angaben zufolge mitgeteilt, dass am Sonntag zunächst keine weiteren Transport- oder Behandlungskapazitäten benötigt werden.
Leipzig und Halle kümmern sich um Brandopfer
Auch das Leipziger Klinikum St. Georg und das hallesche Klinikum Bergmannstrost in Halle hatten Kapazitäten zur Behandlung der Brand-Opfer angeboten.
Entgegen früherer Angaben ist bisher jedoch kein Patient nach Leipzig verlegt worden. Wie die Pressesprecherin des Krankenhauses, Manuela Powollik, MDR SACHSEN am Samstag sagte, war eine verletzte Person nicht stabil genug für den Transport. Im Laufe des Tages war ein anderer Patient erwartet worden, auch dieser ist aber offenbar nicht verlegt worden.
Klinikum Bergmannstrost HalleBildrechte: picture alliance/dpa | Jan WoitasIm Brandverletztenzentrum des Klinikums Bergmannstrost im benachbarten Halle wurde ein Brandopfer aufgenommen, ein weiteres war nach MDR-Informationen erwartet worden.
Insgesamt 40 der Verletzten sollen außerhalb der Schweiz in Europa behandelt werden.
Vorwiegend junge Opfer
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in einer Bar mit Hunderten zumeist jungen Feierenden nach Behördenangaben 40 Menschen ums Leben gekommen, 119 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge in kritischem Zustand befinden. Die meisten Schwerletzten sind zwischen 16 und 26 Jahren alt.
dpa(isc/kar/akq)
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