MDR AKTUELL: Herr Rützel, wie laufen Produktion und Auslieferung von Streusalzen? 

Johannes Rützel: Wir bereiten uns natürlich vor jedem Winter auf eine hohe Nachfrage nach Auftausalz vor. Das heißt, dass wir die Lager in den Bergwerken und unsere Außenläger füllen und dass wir dafür sorgen, dass neues Auftausalz in den Bergwerken auch mit Höchstleistung produziert werden kann. Aktuell ist es so, dass unsere drei deutschen Salzbergwerke Borth, Bernburg und Braunschweig-Lüneburg rund um die Uhr arbeiten und die Bergleute dort auch an Wochenenden Sonderschichten einlegen. Auch unsere Kolleginnen und Kollegen in Vertrieb und Logistik leisten an Wochenenden Mehrarbeit. 

Können Sie nachvollziehen, warum erste Kommunen nicht mehr genug Streusalz haben?

Wir beobachten im Moment, dass die Nachfrage nach Auftausalz sehr hoch ist und dass das auch die logistischen Kapazitäten, die auf dem Markt zur Verfügung stehen, übersteigt. Dann kann es durchaus auch mal zu längeren Lieferzeiten kommen. Neben normalen Lkw sind vor allem Silo-Lkw besonders stark gefragt. Von denen gibt es aber weniger als von konventionellen Lkw.

Haben sich die Kommunen möglicherweise nicht mehr ausreichend für einen echten Winter gerüstet? 

Zur Lage in den einzelnen Kommunen können wir als Lieferanten natürlich keine genauen Angaben machen. Grundsätzlich ist es aber schon für alle unsere Kunden vorteilhaft, auf ausreichende Lagerkapazitäten zu achten und auch darauf zu achten, dass man zu Winterbeginn eine gute Vorratshaltung hat.

Bestellen Kommunen und Behörden direkt bei Ihnen oder geht das über eine bestimmte Gesellschaft?

Also Lieferverträge mit uns sind das Ergebnis von europaweiten Ausschreibungen. Die Verträge sind oft auch langfristig über mehrere Jahre. Wir beliefern aber auch Kunden ohne langfristigen Vertrag, also anhand von kurzfristigen Bestellungen. In Zeiten von hoher Nachfrage, so wie es aktuell der Fall ist, kann es dann aber auch mal zu längeren Lieferzeiten kommen. Grundsätzlich beliefern wir natürlich jeden Kunden so schnell, wie es uns möglich ist.

Bedeutet hohe Nachfrage auch höhere Preise?

Also, da wir mit den meisten Kunden langfristige Lieferverträge haben, bedeutet in dem konkreten Fall eine hohe Nachfrage auf dem Markt nicht einen höheren Preis.

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