Unfälle und Verletzte durch Glatteis
- Unwetterwarnungen aufgehoben
- Unfälle in Thüringen nach Wetterwechsel
- In Sachsen bremst Eis Berufsverkehr aus
- Glätte-Chaos bleibt auf Sachsen-Anhalts Straßen bislang aus
- Wintersturm "Elli" legte Zugverkehr im Norden lahm und sorgte für Unfälle und Staus
Während sich die Glatteissituation im Westen des Landes am Dienstag entspannt hat, gab es im Osten und teils auch noch in Bayern vielfach noch rutschige Straßen und Wege. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach erreichten die Regenfälle in der Nacht zum Dienstag auch den äußersten Osten des Landes und trafen dort bei leichtem Frost auf gefrorene Böden, was örtlich zu Glatteis führte. Unwetterwarnungen wurden allerdings am Dienstagmorgen um 8 Uhr aufgehoben.
Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen Glätte-Unfällen mit Verletzten. Bei Lichtenfels in Oberfranken etwa war es am Abend zu einer Massenkarambolage mit 20 Fahrzeugen gekommen, 13 Menschen wurden verletzt. Wenige Stunden zuvor starb bei einem schweren Unfall auf der A6 bei Nürnberg ein Mensch in einem brennenden Auto. Ein Lkw war ins Schlingern geraten und mit dem Wagen zusammengestoßen.
Die A9 bei Bayreuth war nach neun Unfällen in beide Richtungen vorübergehend voll gesperrt. Dabei gab es acht Leicht- und zwei Schwerverletzte. Die Polizei sprach von bis zu zwei Zentimetern dickem Glatteis auf der Fahrbahn. Alle Spuren waren vor dem Berufsverkehr wieder frei.
Unfälle in Thüringen nach Wetterwechsel
Dem DWD zufolge galt im Westen und in der Mitte Thüringens bis zum Montagabend eine Warnung vor Glatteis, in Ostthüringen bis zum Dienstagmorgen. Glatte Straßen haben zu zahlreichen Unfällen geführt. Ursache war laut Autobahnpolizei die nicht angepasste Geschwindigkeit vieler Autofahrer. Besonders die A4 östlich des Hermsdorfer Kreuzes war betroffen. Die Strecke zwischen dem Kreuz Gera und Gera-Langenberg in Richtung Frankfurt/Main musste nach einem Unfall voll gesperrt werden. Auf der A71 bei Suhl rammte ein Schneepflug einen Rettungswagen, zwei Menschen wurden schwer verletzt.
In Sachsen bremst Eis Berufsverkehr aus
In Sachsen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Unwetterwarnung vor Glatteis inzwischen aufgehoben. Dennoch ist im Großraum Dresden und in der Oberlausitz weiterhin Vorsicht angeraten. Nebenstraßen und Gehwege sind teilweise noch spiegelglatt. In Dresden fahren Busse und Straßenbahnen nur unregelmäßig. Aus dem Raum Bautzen werden Unfälle mit Blechschäden gemeldet. Der Regionalbusverkehr war zeitweise im gesamten Landkreis Bautzen eingestellt. Auf der A17 bei Bad Gottleuba verunglückte ein Kleintransporter, sieben Menschen wurden verletzt.
Glätte-Chaos bleibt auf Sachsen-Anhalts Straßen bislang aus
In Sachsen-Anhalt sind trotz glatter Straßen größere Unfälle bislang ausgeblieben. Bis zum Morgen gab es der Polizei zufolge meist nur Blechschäden. Auf der B245 hat sich in der Börde bei Bebertal ein Lkw quergestellt. Die Bundesstraße musste gesperrt werden. Wegen der Straßenglätte fiel am Dienstagmorgen der Schulbusverkehr in den Landkreisen Börde, Stendal und Wittenberg sowie im Altmarkkreis aus.
Probleme haben außerdem Eisschollen auf dem Mittellandkanal gemacht. Dort ist bei Bülstringen im Landkreis Börde am Montagabend ein Güterschiff aus den Niederlanden leckgeschlagen. Ursache war der Polizei zufolge wohl eine Eisscholle, die beim Überfahren ein Loch in den Rumpf gebohrt hatte. Wasser drang demnach in den Maschinenraum ein, das Leck konnte provisorisch verschlossen werden.
Wintersturm "Elli" sorgte für Verkehrsbehinderungen
In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm "Elli" vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch. Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), sagte der "Rheinischen Post", Eis und Schnee hätten in den vergangenen Tagen auch die Notaufnahmen extrem belastet. Man habe eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen.
MDR/dpa (dni/kar/das)
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