In Leipzig sind die Demonstrationen der linken Szene ohne größere Zwischenfälle geblieben. So bilanzierte Leipzigs Polizeisprecher Olaf Hoppe, der Einsatz sei weitgehend friedlich verlaufen. Verstöße wurden demnach frühzeitig geahndet. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit mehr als 1.400 Beamten vor Ort, um Demos von rund 3.000 Mitgliedern der linken Szene abzusichern. An dem propalästinensischen Aufzug hatten demnach rund 1.400 Menschen teilgenommen.

Bei den Demonstrationen in Leipzig waren am Samstag rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Bildrechte: EHL Media

Die Lager vertraten dabei unterschiedliche Positionen zu Israel und Palästina. Im Vorfeld waren deshalb Zusammenstöße erwartet worden. Eine ebenfalls angekündigte Demo der rechtsextremen Freien Sachsen kam laut Polizei mangels Teilnehmer nicht zustande.

Anzeigen wegen Volksverhetzung und Beleidigungen

Wie die Polizei weiter mitteilte, kam es während des Einsatzes vereinzelt zu Straftaten. Demnach wurden rund 30 Anzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Beleidigungen, Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Diese Zahl sei noch nicht abschließend. Zwei Personen wurden der Polizei zufolge vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam gebracht.

Fernsehteams angegriffen und an Arbeit gehindert

Nach MDR-Informationen kam es im Verlauf der Demonstrationen zu mehreren Übergriffen auf Journalisten. So sei ein MDR-Team körperlich aus der pro-palästinensischen Demonstration angegriffen worden. Laut MDR-Reportern war ein Security-Mitarbeiter, der das Fernsehteam schützen wollte, verletzt worden.

Bis zum Samstagabend zogen Hunderte Demonstranten durch die Leipziger Innenstadt. Bildrechte: EHL Media

Zudem seien Journalisten von MDR und ZDF aus der gleichen Demo heraus mehrfach bei ihrer Arbeit behindert, bedrängt und daran gehindert worden, Aufnahmen zu machen. Nach Polizeiangaben konnte im Fall des Angriffs auf das MDR-Team ein Tatverdächtiger gestellt worden. Es werde wegen Körperverletzung ermittelt.

MDR (phb)

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