Bahn will Zugbegleiter besser schützen
- Die Bahn will die Sicherheit der Zugbegleiter verbessern.
- Dafür sind unter anderem 200 neue Mitarbeiter für die DB-Sicherheit geplant.
- Auch in Mitteldeutschland ist die Zahl der Angriffe auf Zugbegleiter gestiegen.
Bei der Deutschen Bahn sollen künftig alle Beschäftigte mit Kundenkontakt auf Wunsch eine Bodycam und einen Notfallknopf erhalten. Das teilte Konzernchefin Evelyn Palla nach einem Bahnsicherheitsgipfel in Berlin mit.
Deeskalationstraining und 200 neue Mitarbeiter für die DB-Sicherheit
Um Beschäftigte vor Konfrontationen zu schützen, müssten sie künftig bei Ticketkontrollen auch nicht mehr verpflichtend nach dem Ausweis fragen, sagte Palla.
Den Mitarbeitern werde zudem ein zusätzliches Deeskalationstraining angeboten. Bei der DB-Sicherheit würden 200 neue Mitarbeiter eingestellt.
Tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pflalz
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar in Rheinland-Pfalz hatte eine Diskussion über die Sicherheit ausgelöst. Der Fall sorgte bundesweit für großes Entsetzen.
Der 36-jährige Zugbegleiter wurde von einem Fahrgast angegriffen, der kein Ticket hatte und daher des Zuges verwiesen werden sollte. Dabei erlitt er so schwere Kopfverletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Der mutmaßliche Angreifer sitzt in Untersuchungshaft.
Auch mehr Gewalt gegen Zugbegleiter in Mitteldeutschland
Auch in Mitteldeutschland hat die Zahl der Übergriffe auf Bahnmitarbeiter zugenommen. Wie die "Magdeburger Volksstimme" berichtet, registrierte die Bundespolizei im vergangenen Jahr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen insgesamt 314 Opfer von Gewalt. Das seien 137 mehr als 2023.
Zum Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn trafen sich am Freitag in der Konzernzentrale in Berlin Vertreter von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Sicherheitsbehörden.
dpa, MDR (bm, akq)
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