Deutsche Polizeigewerkschaft fordert konsequente Maßnahmen
Nach den Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen-Anhalt harte Konsequenzen. Die Sicherheitslage in Stadien sei seit Jahren besorgniserregend, so Vorsitzender Olaf Sendel. Die jüngsten Krawalle hätten gezeigt, dass organisierte Gruppen und nicht einzelne Täter für massive Gewalt verantwortlich seien.
Personalisierte Tickets und Stadionverbote?
Die DPolG erneuert die Forderung nach Geisterspielen. Über Zuschauerausschlüsse entscheide jedoch die Verbandsgerichtsbarkeit. Vom 1. FC Magdeburg verlangt die Gewerkschaft weitere Maßnahmen: personalisierte Tickets, lebenslange Stadionverbote für bekannte Gewalttäter, intelligente Videoüberwachung, strengere Kontrollen des Ordnungspersonals sowie die konsequente Durchsetzung des Vermummungsverbots. Außerdem sollen Vereine die Kosten für Polizeieinsätze tragen.
Fanhilfe übt Kritik und spricht von "Strafen ohne Urteil"
Die Fanhilfe Magdeburg kritisiert die Vorschläge als unverhältnismäßig. Ein lebenslanges Stadionverbot sei "eine Strafe ohne Urteil" und verlagere Konflikte in den öffentlichen Raum. Bei den Ausschreitungen Ende Januar waren nach Angaben der Polizei mehr als 70 Polizisten verletzt worden, teils durch Angriffe mit Gullydeckeln und Steinplatten. Gegen einen 29-jährigen Tatverdächtigen wird unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt.
dpa, MDR (Susanne Ahrens)
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