Künstliche Intelligenz, Medienstaatsvertrag und die Konkurrenz mit privaten Medien – die Rundfunk-Kommission des Landtages von Sachsen-Anhalt hat sich am Freitag mit den Zukunftsstrategien von ARD und ZDF befasst. Auf Antrag der Grünen waren der Medienökonom Frank Lobigs und die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab in die Sitzung geladen. Lobigs ist einer der Autoren eines wissenschaftlichen Gutachtens, das sich mit Zukunftsaussichten für das ZDF beschäftigt.

Weiterentwicklung eigener Plattformen

Er warb für mehr Zusammenarbeit, sowohl innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als auch mit privaten Medien. So sprach er sich dafür aus, eigene senderübergreifende Digitalplattformen aufzubauen, um ein Gegengewicht zu amerikanischen und chinesischen Anbietern zu schaffen. Plattformen wie Instagram und TikTok wurden zu Polarisierung und Populismus beitragen. Dennoch sei es richtig, dass Formate wie FUNK diese Plattformen derzeit gezielt bespielten, denn nur dort sei ein jüngeres Publikum noch zu erreichen.

Diesen Vorschlag griff Susanne Pfab für die ARD sogleich auf. Es sei ein langfristiges Ziel, die Mediatheken zu einer öffentlichen Plattform, einem Public Open Space, weiterzuentwickeln. Daran seien auch bereits andere öffentlich-rechtliche Sender beteiligt. Die Generalsekretärin verwies darauf, dass sich die Akzeptanz und Relevanz der Mediathek stetig verbessert. Auch Schnittstellen zwischen den Mediatheken von ARD und ZDF gäbe es bereits.

Abschlussbericht im Mai

Die Rundfunk-Kommission im Landtag nähert sich derweil ihrem Ende. Sie war eingerichtet worden, um Reformvorschläge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu erarbeiten. In der Sitzung am 10. April soll eine erste Fassung des Abschlussberichts beraten werden. Das kündigte der Kommissionsvorsitzende Chris Schulenburg (CDU) an. Im Mai sollen die finalen Ergebnisse dann vorliegen.

MDR (Engin Haupt)

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