Der Zappelphilipp oder das Kind, das sich beim Schreiben nicht richtig anstrengt, waren mal: Mittlerweile ist klar, dass Schülerinnen und Schülern mit Entwicklungsstörungen durch eine spezielle Betreuung geholfen werden kann. An den Unikliniken in Magdeburg und Jena soll jetzt in einer Langzeitstudie erforscht werden, ob sich ADHS oder Lese-Rechtschreibschwäche (LRS, auch bekannt als Legasthenie) bereits im Vorschulalter erkennen lassen.

Welche Anzeichen bei ADHS und LRS sind zuverlässig?

Teilnehmende Kinder sollen dabei längerfristig mit spielerischen Tests zu Sprache, Lernen und Aufmerksamkeit begleitet werden. Weiterhin wird die Gehirnaktivität mit einem EEG gemessen. Ziel ist es, durch eine frühzeitige Erkennung die Kinder gezielt zu unterstützen, bevor Probleme in der Schule auftreten. Hintergrund sei, dass Schwierigkeiten häufig erst erkannt würden, wenn Kinder bereits mehrere Jahre zur Schule gingen. Das habe möglicherweise Folgen für schulische Leistungen, Selbstvertrauen oder soziale Teilhabe, so das Forschungsteam in einer Mitteilung.

Das Team verweist aber auch auf frühere Studien, die zeigen, dass nicht jedes Kind mit frühen Auffälligkeiten später Probleme entwickeln würde und umgekehrt Schwierigkeiten auch ohne frühe Hinweise auftreten könnten. Ziel sei es, herauszufinden, welche Anzeichen es gibt und wie zuverlässig sie sind. Für die Studie werden derzeit Testpersonen im Vorschulalter gesucht.

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