Die Bahn schickt ihren Neigetechnik-ICE der Baureihe 415 am Samstag auf Abschiedsfahrt. Die letzten beiden betriebsfähigen von einst elf Triebzügen dieses Typs fahren von Frankfurt am Main über Erfurt nach Leipzig und zurück. Auf der Rückfahrt geht es durch das Saaletal mit Halt in Naumburg, Jena und Saalfeld. Mit der Sonderfahrt geht die Baureihe nach fast 27 Jahren aus dem aktiven Dienst. Sie war 1999 als erste ICE der Deutschen Bahn mit Neigetechnik in Betrieb genommen worden.

ICE-T mit Neigetechnik

Die auch ICE-T genannten Schnellzüge fahren maximal Tempo 230. Sie können sich wie Motorradfahrer in die Kurve legen und damit auf kurvenreichen Strecken schneller unterwegs sein. Eingesetzt wurde die Baureihe 415 etwa auf der Verbindung Wiesbaden-Frankfurt-Erfurt-Dresden, die 1999 fast ausnahmslos aus Altstrecken bestand. Auf diesen Strecken mit vielen Kurven konnten die ICE-T mit ihrer Neigetechnik die Fahrzeit verkürzen.

Der ICE-T der Baureihe 411 oder 415 ist für den Einsatz auf kurvenreichen Strecken mit aktiver Neigetechnik ausgestattet.Bildrechte: IMAGO / Ardan Fuessmann

Inzwischen gibt es Neubaustrecken wie zwischen Erfurt und Leipzig, ausgebaute Altstrecken sowie schnellere ICE aktueller Baureihen, die den ICE-T den Rang abgelaufen haben. Die später produzierte sowie technisch und optisch vergleichbare ICE-T-Baureihe 411 bleibt noch im Dienst. Davon hat die Bahn 59 Züge im Bestand.

MDR (seg/sar)

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