Warum werde ich müde, wenn der Frühling kommt?
Wetterwechsel belastet den Körper
Wenn warme Luftmassen heranziehen, verändern sich gleich mehrere Umweltfaktoren gleichzeitig – Temperatur, Luftdruck, Feuchte, Wind und Sonnenscheindauer. Diese Kombination fordert den Körper heraus. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) belegen Untersuchungen, dass bestimmte Beschwerden bei bestimmten Wetterlagen signifikant häufiger auftreten.
Typisch sind:
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Unruhe
- Schlafprobleme
Auch bestehende Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Atemwegserkrankungen oder Gelenkprobleme können sich bei Wetterwechseln verstärken.
Wer besonders empfindlich reagiert
Wie stark jemand auf Wetterumschwünge reagiert, hängt vom individuellen Gesundheitszustand ab. Ist der Körper ohnehin belastet – etwa durch Stress, Infekte oder wenig Schlaf –, kann das die Wetterfühligkeit verstärken. Besonders betroffen sind laut DWD ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Frauen etwas häufiger als Männer.
Wetterfühlige Menschen besitzen offensichtlich ein besonders empfindliches vegetatives Nervensystem, das auf Luftdruck- und Temperaturänderungen schneller reagiert.
Frühjahrsmüdigkeit: Das passiert im Körper
Neben der Wetterfühligkeit spielt im Frühling ein zweiter Faktor eine Rolle: die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit. Nach dem Winter befindet sich der Körper evolutionär gesehen im "Sparmodus". Mit zunehmendem Tageslicht und wärmeren Temperaturen stellt sich der Hormonhaushalt um – Serotonin nimmt zu, Melatonin wird abgebaut. Dieser Prozess läuft nicht von einem Tag auf den anderen ab und führt bei vielen zu Müdigkeit, träger Stimmung oder verminderter Leistungsfähigkeit.
Schwindel bei Warmfront: Warum das jetzt häufiger vorkommt
Der aktuelle Wetterwechsel bringt eine deutliche Erwärmung und eine Änderung des Luftdrucks mit sich. "Und all diese Parameter führen dazu, dass sich der Körper verstärkt anpassen muss an diese verschiedenen Änderungen", sagt DWD-Expertin Katrin Graw. Besonders Menschen mit ohnehin niedrigem Blutdruck spüren das: Der Kreislauf muss stärker arbeiten, um den Körper zu stabilisieren – Schwindel ist eine typische Folge. Die Regulation erfolgt über das vegetative Nervensystem und beeinflusst auch den Hormonhaushalt. Die meisten Menschen merken davon wenig, manche aber sehr deutlich.
All diese Parameter führen dazu, dass sich der Körper verstärkt anpassen muss an diese verschiedenen Änderungen.
Was gegen Beschwerden hilft
Die wichtigste Empfehlung des DWD: den Körper regelmäßig an wechselnde Wetterlagen gewöhnen. Hilfreich sind:
- viel Bewegung an der frischen Luft
- Wechselduschen
- ein regelmäßiger Schlafrhythmus
- ausreichend Trinken
- leichte, ausgewogene Ernährung
Diese Maßnahmen unterstützen das vegetative Nervensystem, verkürzen Anpassungsprozesse und können Beschwerden abmildern.
Links/Studien
Wetterfühlige Menschen und Personen mit bestimmten Erkrankungen können sich beim Deutschen Wetterdienst auf dieser Gefahrenkarte darüber informieren, wie die aktuellen Aussichten, sich auf ihr Befinden auswirken könnte.
dpa/kie
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