Rund ein halbes Jahr nach dem Aus des insolventen Solarmodulherstellers Meyer Burger hat ein US-Unternehmen Technik und Anlagen übernommen. Wie das Unternehmen Swift Solar mit Sitz im Silicon Valley in Kalifornien mitteilte, hat es die Produktionsanlagen und das "geistige Eigentum" gekauft. Das Unternehmen wolle das Know How und die europäischen Erfahrungen bei der Herstellung hocheffizienter Silizium-Solarzellen bei seiner Forschung in den USA einbringen.

Laut Insolvenzverwalter gehören zu den Anlagen zum einen die große Solarzellen-Produktionsstraße in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt, zum anderen eine neuartige Solarzellen-Fertigungsanlage in Hohenstein-Ernstthal in Sachsen.

Ziel: Westliche Produktion und weniger Abhängigkeit von Asien

Wie es konkret mit den früheren Produktions- und Entwicklungsstandorten in Bitterfeld und Hohenstein-Ernstthal weitergeht, teilte das Unternehmen zunächst nicht mit. Swift Solar erklärte nur, man wolle eine westliche Produktionsbasis für neue Solartechnologie aufbauen. Die Herstellung von Solarzellen bleibt dem Unternehmen zufolge der zentrale Engpass in der globalen Lieferkette der Solarindustrie.

Das Inventar bei Meyer Burger wurde bereits Ende 2025 versteigert, jetzt hat ein US-Unternehmen das geistige Eigentum und die Anlagen übernommen. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Ralf Geißler

Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger mit seinen Standorten in Hohenstein-Ernstthal und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt galt als der letzte große europäische Solarhersteller. Im Herbst 2025 wurde der Betrieb an den Standorten in Sachsen und Sachsen-Anhalt eingestellt. Das Inventar wurde versteigert. Rund 600 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

MDR (kbe)/dpa

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