• Die Ausstellung "Wunderwaffen" im Militärhistorischen Museum ist noch bis zum 9. März 2027 zu sehen.
  • Am Beispiel des Nationalsozialismus wird die Bezeichnung "Wunderwaffe" kritisch hinterfragt.
  • Am Ende schlägt die Ausstellung einen Bogen zur heutigen Propaganda im Ukraine-Krieg.

In Dresden eröffnet am Freitag die Ausstellung "Wunderwaffen – Propaganda und Kriegstechnik im Nationalsozialismus". Das Militärhistorische Museum zeigt bis zum 9. März 2027, wie Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch in den Köpfen der Menschen geführt wurde und wird. Der Begriff "Wunderwaffe" wird dabei kritisch hinterfragt.

Ausstellung in Dresden hinterfragt "Wunderwaffen"-Propaganda

Den Nationalsozialisten ist es den Ausstellungsmachern zufolge gelungen, Mythen von "Wunderwaffen" aufzubauen. So sei versucht worden, eine Siegesgewissheit zu vermitteln. Selbst übliche Kampfflugzeuge seien per Propaganda zu "scheinbar besonders leistungsfähiger und effektiver Kriegstechnik" stilisiert worden.

Modell des nie produzierten 1.000-Tonnen-Panzers "Ratte" im Größenvergleich zu einem Panzer vom Typ "Tiger".Bildrechte: MHM/Ulke

"Das Hauptanliegen der Ausstellung ist eigentlich, dem Besucher ein Bewusstsein mitzugeben, dass er gerade in Zeiten wie diesen, wo eben Kriege doch wieder verstärkt auf der Welt stattfinden, Berichterstattung und eben auch Propaganda zu Waffen kritischer hinterfragt", sagte Ausstellungskurator Jens Wehner MDR KULTUR. "Weil das in der Regel sehr komplexe Gemengelagen mit Blut, Schweiß, Elend und Lügen sind, die im Krieg nun mal allgegenwärtig sind."

Ab 1950 behaupteten angebliche Konstrukteure in der Presse, noch vor Kriegsende sogenannte Flugscheiben mit unglaublichen Eigenschaften entwickelt zu haben.Bildrechte: MHM/Ulke

Museum blickt auf Propaganda im Krieg in der Ukraine

Gezeigt werden auf etwa 600 Quadratmetern unter anderem Modelle und Entwürfe für Fantasiewaffen wie die Reichsflugscheibe oder der Schriever'sche Flugkreisel. Daneben finden sich auch Modelle für reale Bedrohungen wie den 1.000-Tonnen-Panzer "Ratte", den Kampfpanzer "Tiger" oder eine originale V1-Rakete. Zu jedem Objekt wird die jeweilige Propaganda über Erklärtafeln und Multimediastationen erzählt. Am Ende der Ausstellung wird der Begriff Wunderwaffe dann in einen aktuellen zeitlichen Kontext gebracht, etwa im Hinblick auf Ukraine und Russland.

Die Ausstellung "Wunderwaffen" ist im Militärhistorischen Museum bis zum 9. März 2027 zu sehen.Bildrechte: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr / Ullstein Bild

In der Wechselausstellung sind zudem Waffen ausgestellt, mit denen im Zweiten Weltkrieg gekämpft wurde, wie ein Sturmgeschütz, ein Propellerflugzeug oder ein kleines U-Boot. Vor dem Museum ist zudem ein "T34"-Panzer, die vermeintliche "Wunderwaffe" der Roten Armee, zu sehen.

Informationen zur Ausstellung:

"Wunderwaffen – Propaganda und Kriegstechnik im Nationalsozialismus"
vom 13. März 2026 bis 9. März 2027

Adresse:
Militärhistorisches Museum
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Dienstag, von 10 bis 18 Uhr
Montags von 10 bis 21 Uhr
Mittwochs geschlossen

Kuratorenführungen:
16. März 2026, 18 Uhr
12. Mai 2026, 13:30 Uhr
1. September 2026, 16 Uhr
vorherhige Anmeldung beim Publikumsservice erwünscht

Quellen: MDR (Grit Krause), Militärhistorisches Museum Dresden
redaktionelle Bearbeitung: sg

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