Tarifstreit im Nahverkehr in Sachsen teilweise beigelegt
Der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen ist zum Teil beigelegt. So haben sich der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) und die Gewerkschaft Verdi auf einen Tarifvertrag bis Ende 2029 geeinigt, teilten beide Seiten am Donnerstag mit. Noch keine Einigung gibt es hingegen zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN).
Vierjähriger Kündigungsschutz vereinbart
Bei der jetzt erzielten Einigung wurde für die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau ein vierjähriger Kündigungsschutz vereinbart. Sollte in dieser Zeit bei den Verkehrsbetrieben in Plauen Personal abgebaut werden, verpflichten sich die anderen Unternehmen, dieses aufzunehmen, hieß es.
Keine 35-Stunden-Woche für Beschäftigte
Die Jahressonderzahlung soll stufenweise von derzeit 30 Prozent auf bis zu 50 Prozent eines Monatsentgelts erhöht werden. Außerdem sollen die Nachtarbeitszuschläge steigen und es gibt Entlastungen bei Ruhezeiten und Schichtlängen. Mit ihrer Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich konnte sich die Gewerkschaft allerdings nicht durchsetzen. Es bleibt bei der 38-Stunden-Woche.
Kürzungen des Angebots abgewendet
Mit der Verhinderung der geforderten Arbeitszeitreduzierung auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich konnten deutliche Leistungskürzungen im Nahverkehr abgewendet werden, erklärte Jens Meiwald, Verhandlungsführer und Vorstand der Chemnitzer-Verkehrs AG.
Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres und hat eine Laufzeit bis Ende 2029. Verhandelt wurde nach Gewerkschaftsangaben für rund 6.500 Beschäftigte. Wegen des Tarifkonflikts hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Warnstreiks gegeben.
MDR (sth/gie/dkö)/dpa
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