Jagd auf Wölfe künftig möglich
- Der Bundesrat hat den Wolf ins Jagdgesetz aufgenommen.
- Künftig dürfen damit Wölfe in Regionen mit großer Population gejagt werden.
- Voraussetzung sind Pläne für ein Bestandsmanagement und Erhaltung der Art trotz Jagd.
Die bislang in Deutschland streng geschützten Wölfe dürfen unter bestimmten Bedingungen künftig von Jägern getötet werden. Der Bundesrat stimmte am Freitag in Berlin einem Gesetz zu, mit dem der Wolf ins Jagdgesetz aufgenommen wird.
Die Jagd auf ihn wird damit in Regionen mit großer Population grundsätzlich möglich – von Juli bis Oktober. Voraussetzung sind Pläne für ein Bestandsmanagement der zuständigen regionalen Behörden.
Das bereits vom Bundestag verabschiedete Gesetzesvorhaben zielt auf einen besseren Schutz von Weidetieren ab. Die Bundesregierung argumentiert in ihrem Gesetzesentwurf insbesondere mit "potenziell existenzbedrohenden" Belastungen für Weidetierhalter durch Wolfsübergriffe.
Sachsen und Sachsen-Anhalt gehören zu Bundesländern mit meisten Wölfen
Die Pläne der zuständigen Behörden müssen dem Gesetz zufolge künftig sicherstellen, dass auch bei erlaubter Jagd ein "günstiger Erhaltungszustand" des Wolfs bestehen bleibt. Doch auch dafür soll es Ausnahmen geben.
Außerdem soll es ermöglicht werden, wolfsfreie Gebiete für die Nutztierhaltung festzulegen, in denen Wölfe immer abgeschossen werden dürfen. Tierschützer kritisieren die geplante Gesetzesänderung.
Wölfe waren lange Zeit in Deutschland ausgestorben. Im Jahr 2000 wurde der erste wild lebende Wolf wieder in Deutschland geboren. Die Population ist seitdem stark gewachsen.
Die meisten Wölfe leben in Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Mit der Zunahme von Rissen von Weidetieren wurden Forderungen nach einer Lockerung des strengen Schutzstatus des Tiers laut. Umwelt- und Naturschutzorganisationen kritisieren die Jagd-Freigabe.
epd (ewi)
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