• Nachdem die Sächsische Bläserphilharmonie einen Opus Klassik gewonnen hatte, ist sie in die Carnegie Hall eingeladen worden.
  • Die Reise mit knapp 40 Musikerinnen und Musikern ist durch Crowdfunding und Förderungen möglich.
  • Auf dem Programm stehen Bach, Wagner und die preisgekrönte CD der Bläserphilharmonie.

Andreas Berger: Sie sind schon an verschiedenen Orten der Welt gewesen, auch in Venezuela, in Europa sowieso. Was bedeutet Ihnen diese Reise? 

Peter Sommerer: Die Carnegie Hall gehört zu den Top fünf Konzerthallen weltweit. Einerseits natürlich durch die musikalische Historie – wer dort alles schon aufgetreten ist – und natürlich ist New York ein kultureller Schmelzpunkt. Dass wir als deutsches Orchester, als europäisches Orchester da jetzt spielen dürfen, ist eine große Auszeichnung und eine große Ehre. Ich glaube, es war der heimliche Wunsch von uns allen, einmal in dieser Halle zu spielen. 

Für Chefdirigent Peter Sommerer ist die Einladung nach New York eine große Ehre.Bildrechte: Lambros Kazan

Wie ist es denn zu dieser Einladung gekommen? 

Das geht zurück auf unseren Opus Classic, den wir im Oktober 2023 als Ensemble des Jahres bekommen haben. Der hat auch international die Aufmerksamkeit wachsen lassen. Ein Komponist und Dirigent hat noch einen zusätzlichen Hinweis gegeben für das World Project, das Konzerte in den Vereinigten Staaten veranstaltet. Sie haben sich unsere CD angehört und haben gesagt: Die müssen wir haben für unser Festival.  

Mit wie viel Musikerinnen und Musikern werden Sie denn nach New York aufbrechen?

Wir werden uns mit einer ein bisschen erweiterten Besetzung auf den Weg machen, mit knapp 40 Musikerinnen und Musikern. 

Neben dem Auftritt in der Carnegie Hall wird die Sächsische Bläserphilharmonie auch im Goehte-Institut in New York spielen.Bildrechte: Stefanie Schennerlein

Sehen wir mal noch von den bürokratischen Schwierigkeiten ab. Es ist wahrscheinlich auch nicht ganz einfach für Ihr Ensemble gewesen, überhaupt die Kosten für diese Reise zu stemmen. Wie ist Ihnen das geglückt? 

Das war wirklich ein Kraftakt und hat nur unter Beteiligung von ganz, ganz vielen Menschen guten Willens geklappt. Es gab ein Crowdfunding, wo fast 65.000 Euro zusammengekommen sind. Dann gibt es natürlich ein paar kleine Förderungen des Landes und einen Großteil muss auch der Betrieb erwirtschaften. Aber wir haben gesagt, das ist eine wirklich wichtige Sache für das Renommee. 

Es war der heimliche Wunsch von uns allen, einmal in dieser Halle zu spielen. 

Peter SommererChefdirigent

Das Entscheidende, darüber haben wir jetzt natürlich noch nicht gesprochen, was haben Sie an Noten im Gepäck? Was werden Sie spielen, wird das ein Konzert noch mal des Albums, das Sie schon erwähnt haben? 

Teils teils, also wir sind ja als Sächsische Bläserphilharmonie Kulturbotschafter Sachsens und das haben wir sehr wörtlich genommen. Deswegen werden wir auch von Johann Sebastian Bach "Toccata D Moll" spielen und dann wird es natürlich auch einen Wagner-Block geben mit Elsas Zug zum Münster und Aufzug der Heere im Lohengrin.

Mit knapp 40 Musikerinnen und Musikern macht sich die Sächsische Bläserphilharmonie auf den Weg nach New York.Bildrechte: Marco Kitzing

Und aus unserer preisgekrönten CD "La Valse", das ist das Flaggschiff, das muss mit dabei sein, weil es doch im Vergleich zu anderen Orchestern in dieser oder ähnlichen Besetzung etwas Herausragendes ist. Das will ich mal so behaupten.

Für die bessere Verständlichkeit wurde das Interview gekürzt und sprachlich angepasst.
Redaktionelle Bearbeitung: hro, az

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