In Sachsen werden die Warnstreiks im Regionalverkehr ausgeweitet. Die Gewerkschaft Verdi hat ab Mittwochmorgen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind demnach die Kreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen, Bautzen und Görlitz sowie Dresden und Chemnitz.

Nicht betroffen sind etwa in Dresden hingegen Straßenbahnen, Busse und Fähren der DVB sowie Taeter Tours, Satra, Müller Bus. Auch die Deutsche Bahn ist nicht von den Warnstreiks betroffen, teilten die Dresdner Verkehrsbetriebe auf ihrer Internetseite mit. Auch die CVAG selbst in Chemnitz wird nicht bestreikt.

Elf Nahverkehrsunternehmen werden Mittwoch bestreikt:


  • Regionalverkehr Westsachsen (Kreis Zwickau): Ab 3 Uhr, mit Einschränkungen und Fahrtausfällen auf allen Linien ist zu rechnen.
  • Regionalverkehr Erzgebirge(RVE): Ab 3 Uhr ist mit Fahrtausfällen zu rechnen. Über Änderungen wird auf die Echtzeitauskunft verwiesen.
  • Euro Traffic Partner Chemnitz (ETP): Ab drei Uhr drohen Einschränkungen und Ausfälle im Liniennetz der CVAG in Chemnitz, darunter zum Beispiel auf den Linien 32, 41, 43, 46, 63, 83 und 96.
  • Regiobus Mittelsachsen (RBM): Ab 3 Uhr großflächige Fahrtausfälle möglich, auch im Schülerverkehr. Fahrten von Subunternehmen sind nicht betroffen. Über Fahrtangebote informiert die RBM auf ihrer Website.
  • Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM): Ab 3 Uhr gibt es Ausfälle im Bus- und Fährverkehr. Nach eigenen Angaben sollen 40 Prozent der planmäßigen Fahrten stattfinden.
  • DVS Dresden: Ab 2:30 Uhr auch Streik bei der DVB-Tochter. Über Ausfälle wird noch informiert.
  • Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH, Kreis Bautzen): Ab 3 Uhr fallen nach eigenen Angaben alle Fahrten der Stadtlinien 1 bis 5 aus, da es keine Möglichkeit für den Notbetrieb gebe. Die Mobilitätszentrale Lausitzer Platz werde nicht bedient.
  • Regionalbus Oberlausitz (RBO, Kreis Bautzen): Mit Einschränkungen ist zu rechnen. Nicht vom Streik betroffen sind sämtliche Fahrten von Subunternehmern sowie die Linien der Firmen Omnibusbetrieb Siegfried Wilhelm GmbH, Lassak-Reisen, Schmidt Schwarz GmbH und Omnibusbetrieb Gottfried Beck.
  • Regionalverkehr Sächs.-Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE): Ab 3 Uhr massive Ausfälle von Regio-Buslinien, Stadtverkehrslinien, Fähren (F1-F6, F8-F10, Wanderschiff, Kirnitzschtalbahn und Wanderschiff. Notfahrpläne sind geplant (u.a. Linien 86/386, 161, 261, 333).
  • Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB): Ab 3 Uhr gibt es Einschränkungen im Fahrplan. Laut GVB verkehren am Mittwoch alle Linien ab Betriebsbeginn bis 20 Uhr nach einem Ersatzfahrplan. Über Donnerstag und Freitag werde noch informiert.
  • DB Regio Bus Ost, Niederlassung Lausitz (LK Görlitz): Ab 3 Uhr fallen vielerorts alle Fahrten aus, darunter beispielsweise die Linien 1 bis 6, 11, 13 bis 16, 18 und 19. Bus-Linie Linie 535 fährt hingegen nach Plan.

Quellen: Verdi, Webseiten der Verkehrsunternehmen (Stand Dienstag 8 Uhr)

Die Verkehrsunternehmen informieren auf ihren Internetseiten über Fahrtausfälle und Notfahrpläne. Fahrgästen wird empfohlen sich dort vor Fahrtantritt zu informieren. Fahrplanauskünfte gibt es auch unter der VVO-Hotline 0351 852 65 55.

Im Bereich der Verkehrsgesellschaft Meißen werden wird ein Teil der Linien von Auftragsunternehmen bedient. Auf ihnen werden trotz Streiks Busse fahren.Bildrechte: imago/Hanke

Hintergrund: weitere Tarifrunde gescheitert

Hintergrund sind die laut Verdi festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN Sachsen). Die fünfte Runde der seit Januar laufenden Tarifverhandlungen sei gescheitert. Nach Angaben der Gewerkschaft fehlen weiter Angebote zu Kernforderungen wie einer 5‑Tage‑Woche im Schichtdienst, mehr Urlaub und höherem Einkommen. Die Arbeitgeberseite habe erst für den 12. Mai einen weiteren Verhandlungstermin angeboten.

MDR (wim/spa/wi/jhe)/dpa

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