Über 36 Millionen Euro für Sportstätten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt
Vom ersten Teil der sogenannten "Sportmilliarde" fließen auch 36,4 Millionen Euro in insgesamt 16 Projekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das geht aus den Entscheidungen des Haushaltsausschusses im Bundestag über die Verteilung der Gelder des Bundesprogramms "Sanierung kommunaler Sportstätten" hervor.
11,3 Millionen Euro fließen nach Sachsen
Die größte Summe aus sächsischer Sicht geht in den Landkreis Zwickau. Die Sanierung und Erweiterung der Sportfreianlage "Am Sandberg" in Wilkau-Haßlau wird mit rund 5 Millionen Euro gefördert. In Dresden wird die Sanierung der Margon-Arena, in der auch die Volleyball-Frauen des DSC beheimatet sind, mit 2,25 Millionen Euro unterstützt.
Fördermittel gibt es außerdem für die Jahnsporthalle in Görlitz (1,3 Millionen Euro), die Döllnitzhalle in Oschatz (1 Million Euro), das Kunstrasenspielfeld des Alfred-Kunze-Sportparks in Leipzig (950.000 Euro) und ein Kleinspielfeld in Rodewisch im Vogtland (705.000 Euro).
Auch die Leipziger Grünen-Abgeordnete Paula Piechotta ist Mitglied des Haushaltsausschusses.Bildrechte: picture alliance/dpa | Lilli Förter"Sanierungsstau bei den Sportplätzen ist im Osten sehr hoch"
Die Unterstützung sei gerade in Zeiten klammer Kommunen besonders wichtig, sagte die Leipziger Abgeordnete und Mitglied im Haushaltsausschuss, Paula Piechotta (Grüne), laut einer Mitteilung. "Davon profitiert Ostdeutschland mit der Vielfalt an Traditionsvereinen stark, insbesondere da der Sanierungsstau bei den Sportplätzen hier sehr hoch ist."
"Dass wir nun sechs sächsische Vorhaben erfolgreich durchbringen konnten, ist angesichts der extremen Überzeichnung ein starkes Ergebnis – auch wenn klar ist, dass leider viele gute Projekte vorerst leer ausgehen", sagte Carsten Körber, der als sächsischer CDU-Bundestagsabgeordneter Mitglied im Haushaltsausschuss ist.
Radrennbahn Gera, Eissporthalle Erfurt, Sportfreianlage Saale-Orla-Kreis
In Thüringen gehen rund 8,5 Millionen Euro an die Radrennbahn in Gera, die Eissporthalle in Erfurt und die Sportfreianlage im Saale-Orla-Kreis, teilte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt mit. Für die Sanierung der traditionsreichen Radrennbahn in Gera wurden demnach rund 4,1 Millionen Euro bewilligt. Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg sagte, für die Sanierung dieser Sportstätte habe die Stadt Jahrzehnte gekämpft.
Auch die traditionsreiche Eissporthalle in Erfurt erhält Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt.Bildrechte: picture alliance / Peter Kneffel/dpa | Peter KneffelDie Anlage solle modernisiert und wieder für internationale Wettbewerbe fit gemacht werden. Die Radrennbahn in Debschwitz ist seit 1957 ein zentraler Ort für den Geraer Radsport und hat Olympia- und Profiathleten hervorgebracht. Geplant sind unter anderem eine neue Fahrbahn aus speziell beschichtetem Stahlbeton, moderne Beleuchtung, eine Beschallungsanlage sowie der Ausbau der Tribüne auf rund 1.400 Plätze. Ziel sei es, die Sportstätte zu einem internationalen Aushängeschild des Radsports zu entwickeln.
Sachsen-Anhalt: Sieben Projekte für 16,6 Millionen Euro
Sepp Müller, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Sachsen-Anhalt, wiederum informierte, dass in seinem Bundesland die Sanierung der Wischelandhalle in Seehausen (5 Millionen Euro), des Sportplatzes in Wolmirsleben (790.000 Euro), der Sporthalle in Oebisfelde-Weferlingen (806.000 Euro), der Sporthalle Krondorf in Bitterfeld-Wolfen (2,25 Millionen Euro), des Waldbades in Arnstein-Alterode (3,9 Millionen Euro), der Turnhalle am Friesenstadion in Sangerhausen (2,35 Millionen Euro) sowie der Sportanlagen in Wörlitz (1,5 Millionen Euro).
Der CDU-Abgeordnete Sepp Müller konnte gute Nachrichten für sieben Projekte in Sachsen-Anhalt verkünden.Bildrechte: picture alliance / Flashpic | Jens Krick"Gute Sportstätten sind die Grundlage für eine lebendige Vereinslandschaft", erklärte Müller. "Gerade im ländlichen Raum sind sie unverzichtbar für Zusammenhalt, Integration und Nachwuchsförderung."
Bundesweit mehr als 3.600 Anträge
Bundesweit wurden 333 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm freigegeben. Für die erste Förderrunde waren bis zur Frist Mitte Januar mehr als 3.600 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 7,5 Milliarden Euro eingegangen. Bis 2028 folgen zwei weitere Förderrunden mit wiederum jeweils 333 Millionen Euro. Zusätzlich stehen im Bundeshaushalt weitere 250 Millionen Euro bundesweit für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung.
dpa/SpiO
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