• Ungerechtigkeitsgefühl in Ostdeutschland besonders stark
  • Breite Zustimmung zu Einführung einer gesetzlichen Rente für alle.
  • Mehrheiten für Vermögenssteuer und höhere Steuern auf große Erbschaften.

Neun von zehn Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind der Ansicht, dass der Wohlstand in Deutschland ungerecht verteilt ist. Bundesweit empfinden das 81 Prozent so, wie eine repräsentative Umfrage für den WDR zeigt, für die Infratest dimap 2.084 Menschen ab 16 Jahren befragte.

Nur sieben Prozent halten die Verteilung für gerecht. Das ist der niedrigste Wert in ganz Deutschland. Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien bewerten die Verteilung mehrheitlich als ungerecht.

Zudem waren dabei 76 Prozent der Befragten in Mitteldeutschland der Meinung, dass Migranten nur dann Sozialleistungen bekommen sollten, wenn sie hier längere Zeit gearbeitet haben. Rund 92 Prozent sprachen sich dafür aus, Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Auch das ist im bundesweiten Vergleich der Höchstwert.

Mehrheit für steuerpolitische Änderungen

Deutschlandweit spricht sich der WDR-Umfrage zufolge jeweils eine Mehrheit für steuerpolitische Änderungen aus. 64 Prozent der Deutschen befürworten die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, 29 Prozent lehnen sie ab. Zustimmung kommt dabei nicht nur von Anhängern der Linken (88 Prozent), Grünen (87 Prozent) und SPD (84 Prozent), sondern auch von Menschen, die der Union nahestehen (62 Prozent). Unter AfD-Anhängern überwiegt dagegen die Ablehnung mit 52 Prozent, während 42 Prozent dafür sind.

Auch eine höhere Besteuerung großer Erbschaften findet mehrheitlich Zustimmung: 61 Prozent sprechen sich dafür aus, 32 Prozent dagegen. Unterstützt wird dies vor allem von Anhängern der Grünen (88 Prozent), der Linken (85 Prozent), der SPD (78 Prozent) und der Union (64 Prozent). Unter AfD-Sympathisanten lehnen 62 Prozent eine Erhöhung ab, während rund ein Drittel (33 Prozent) sie befürwortet.

AFP, MDR (mbe, ksc)

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke