"Bauen nicht gleich Panzer": VW sieht Zukunft für Werk in Zwickau
Das Volkswagen-Werk in Zwickau steht weiter wirtschaftlich unter Druck. Als am Montag der VW-Aufsichtsrat in Wolfsburg über eine Sanierung beriet, ging es nach Informationen im Handelsblatt auch um das E-Autowerk. Das sei eines von vier besonders kostenintensiven Werken in Deutschland. Der Sprecher von VW-Sachsen, Christian Sommer, sieht hingegen gute Chancen für den Standort Zwickau, wie er MDR SACHSEN sagte. Man müsse aber hart an den Kostenzielen arbeiten.
Der Sprecher von VW Sachsen Christian Sommer sieht für das E-Autowerk Zwickau eine Zukunft, wenn die Kostenvorgaben erfüllt oder sogar übererfüllt werden.Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNKVW unter Druck im Wettbewerb
Sommer zufolge steht VW in Deutschland beim weltweiten Wettbewerb unter Druck. Man könne mithalten mit guten Autos wie dem Cupra Born aus Zwickau und mit einer Exzellenz bei den Kosten. Ein Fahrzeug in einem deutschen Werk zusammenzubauen, sei mit mehr als 4.000 Euro - ohne Materialkosten - zu teuer. So zitierte es das Handelsblatt aus dem Strategiepapier.
Laut Sommer müsse man an den Prozessen arbeiten. Seit Ende 2024 knüpfe der Tarifvertrag für VW Sachsen eine Beschäftigungsgarantie an Kostenvorgaben. Das habe 2025 sehr gut geklappt. Auch für 2026 sei er zuversichtlich.
Alles was Beschäftigung in der Region hält, ist eine Überlegung wert.
Vielleicht gepanzerte Fahrzeuge bauen
"Alles was Beschäftigung in der Region hält, ist eine Überlegung wert", führte Sommer aus. Im Vorfeld solle man nichts ausschließen. Als eine Überlegung nannte er Güter für das Technische Hilfswerk (THW) mit "Dual Use". Gemeint sind damit sowohl militärische als auch zivile Zwecke. In der Diskussion um Rüstungsgüter betonte Sommer: "Wir bauen nicht gleich Panzer." Es gehe darum, vielleicht gepanzerte Fahrzeuge zu bauen oder sich für den chinesischen Markt als Fahrzeugwerk zu empfehlen.
Zuletzt hatte Volkwagen verkündet, in seinem Werk in Zwickau, Autos zu recyceln. Dies soll ab 2030 ein neues Standbein sein und rund 1.000 Jobs sichern.
MDR (wim/pom/mdc)/dpa
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