Immer mehr Bundeswehr-Jugendoffiziere machen Schulbesuche
- Die Bundeswehr ist in Mitteldeutschland häufig an Schulen vertreten.
- Die Zahl der Schulbesuche variiert zwischen den Ländern und Jahren.
- Die Bundeswehr setzt Jugendoffiziere für Schulbesuche ein.
Die Bundeswehr ist in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt regelmäßig an Schulen präsent. Das geht aus Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen der Linken hervor. Die Auftritte umfassen vor allem Vorträge, Informationsveranstaltungen und Planspiele und richten sich überwiegend an Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse sowie an Berufsschulen.
Zahlen zeigen unterschiedliche Entwicklung in den Ländern
- In Thüringen war die Bundeswehr im vergangenen Jahr an 139 Schulen aktiv. 2021 waren es noch 69 Termine, wobei damals auch Hochschulbesuche enthalten waren. Den Daten zufolge gab es auch im laufenden Jahr bereits Bundeswehrauftritte an Thüringer Schulen – von 70 geplanten Terminen wurden 59 durchgeführt.
- In Sachsen lag die Zahl der Schultermine 2025 bei 374. Das waren etwa 50 Besuche weniger als im Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2021 ergab sich jedoch ein Anstieg um etwa 40 Prozent. Im laufenden Jahr fanden in Sachsen bereits 35 Termine statt, 46 weitere sind geplant.
- Auch in Sachsen-Anhalt zeigt sich eine schwankende, insgesamt aber stabile Präsenz: Nach 120 Terminen im Jahr 2024 sind für 2025 bislang mindestens 176 Schulbesuche erfasst.
Jugendoffiziere im Unterricht
Für die Schulbesuche setzt die Bundeswehr sogenannte Jugendoffiziere ein. Dabei handelt es sich um speziell geschulte Soldatinnen und Soldaten, die von Schulen eingeladen werden können, um etwa über sicherheitspolitische Themen zu sprechen oder den Auftrag der Bundeswehr zu erklären. Die Linke bewertet diese Einsätze als mögliche Nachwuchsgewinnung. Die Bundesregierung widerspricht dieser Einschätzung und betont, dass sie die Auftritte nicht als Werbung für den Dienst in der Bundeswehr versteht.
dpa(mbe)
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