• Waldbrandgefahr auf extrem hohem Niveau
  • Höchste Waldbrandgefahr nicht im Hochsommer
  • Etwas Regen zum Wochenstart

Falk Böttcher hat für den Deutschen Wetterdienst (DWD) die Lage im Blick. Gemeinsam mit dem Forst ist er verantwortlich für die Waldbrandgefahrenstufen in der Region. Aus dem Süden wird am Wochenende warme Luft zu uns transportiert, sagt er, und das trockne natürlich zusätzlich aus: Damit erhöhten sich in den nächsten Tagen die Waldbrandgefahrenstufen vom geringen bis mittleren Niveau stellenweise auf hohes, vereinzelt sogar auf extrem hohes Niveau.

Waldbrandgefahr auf extrem hohem Niveau

Das wird vor allem am Sonntag der Fall sein, so Böttcher. Betroffen sei vor allem das nördliche und nordöstliche Sachsen. Zudem habe man auch eine Region im Norden Sachsen-Anhalts – "im weitesten Sinne die Altmark", erklärt der DWD-Meteorologe. "Auch Thüringen ist betroffen, so der Bereich ans Vogtland angrenzend, also Saaletal, das Sperrengebiet um Schleiz herum."

Mit Blick auf die Trockenheit der vergangenen Wochen hatten die Forstbehörden der Länder zuletzt mehrfach davor gewarnt, dass sich die Gefahrenlage weiter zuspitzen könnte. Sie appellieren an Waldbesucher, sich an das Rauch- und Feuerverbot zu halten und keine Campingkocher oder Ähnliches zu benutzen.

Höchste Waldbrandgefahr nicht im Hochsommer

Dass die Waldbrandgefahr schon zu dieser Jahreszeit steigt, ist nicht ungewöhnlich, erklärt MDR-Meteorologe Florian Rost: "Anders als viele denken, herrscht die höchste Waldbrandgefahr eben nicht im Hochsommer." Die Monate Juni, Juli, August seien klimatologisch die niederschlagsreichsten. Die höchste Waldbrandgefahr herrsche tatsächlich eher im Frühjahr, so Rost, "denn da ist der Boden ausgetrocknet. Es regnet seltener und so eine Wetterlage, wie wir jetzt haben, ist nicht unüblich."

Etwas Regen zum Wochenstart

Und die Lage wird sich in nächster Zeit auch nicht grundlegend ändern. Zum Wochenstart könnte es etwas Regen geben. "Am Sonntag wird es in den meisten Gebieten Mitteldeutschlands noch trocken bleiben. Allenfalls im Westen Sachsen-Anhalts und Thüringens könnte sich mit ein bisschen Glück mal ein kurzer Schauer lösen", sagt Rost, Auch am Montag werde es noch nicht überall nass, die Schauer- und Gewittertätigkeit nehme aber insgesamt zu. Spannend werde es dann ab der Nacht zum Dienstag. "Da kommt eine Luftmassengrenze. Deren Lage ist natürlich noch völlig ungewiss, aber es deutet sich an, dass da durchaus mal ein bisschen mehr Regen fallen könnte. Wo genau, bleibt noch abzuwarten."

Auf die Waldbrandgefahr hat das aber erstmal wenig Einfluss. Auch zum Wochenstart bleibt sie im Norden Sachsens, in der Altmark und im Südosten Thüringens auf der zweithöchsten Stufe. 

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