Der Kurbelwellenhersteller Feuer Powertrain in Nordhausen will bis zum dritten Quartal rund 100 neue Mitarbeiter einstellen. Hintergrund ist eine deutlich verbesserte Auftragslage. Laut Geschäftsführer Bernd Gulden erhielt das Unternehmen Ende vergangenen Jahres einen Großauftrag aus den USA. Ein weiterer Auftrag stehe kurz vor dem Abschluss.

Geschäftsführer von Feuer Powertrain: Bernd Gulden.Bildrechte: FEUER powertrain

Nach der Krise zurück auf Wachstumskurs

Noch vor Kurzem sah die Situation völlig anders aus. Das Unternehmen musste im vergangenen Jahr für rund vier Monate die Produktion weitgehend herunterfahren. Für die Mitarbeiter von Feuer Powertrain bedeutete dies Kurzarbeit.

Trotz der angespannten Lage entschied sich die Geschäftsführung gegen betriebsbedingte Kündigungen - ein Schritt, der sich nun offenbar auszahlt. Aktuell werden laut Unternehmensleitung wieder alle rund 650 Beschäftigten benötigt, teilweise sogar darüber hinaus.

Aufschwung durch US-Geschäft

Auf dem US-Markt erleben Verbrenner und Hybridfahrzeuge derzeit ein Comeback. Hintergrund sind unter anderem geringere Förderungen für Elektroautos sowie die von US-Präsident Donald Trump angekündigte stärkere Förderung der klassischen Automobilindustrie.

Für Thüringer Unternehmen wie Feuer Powertrain könnte diese Entwicklung entscheidend sein: Als Hersteller von Kurbelwellen profitiert das Unternehmen direkt vom Bau klassischer Verbrennungsmotoren. Wie dauerhaft dieser Trend ist, bleibt jedoch offen. Viele Hersteller investieren trotz aktueller Entwicklungen weiter vor allem in Elektromobilität.

Zuerst berichtete die Thüringer Allgemeine zu dem Thema.

MDR (lab)

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