Real Madrid entlässt Trainer Xabi Alonso nach sieben Monaten
Nach gerade mal einem halben Jahr ist Xabi Alonso nicht mehr Trainer von Real Madrid. Das gab der spanische Fußball-Rekordmeister am Montag offiziell bekannt. In der kurzen Mittelung heißt es, dass der Klub und Alonso „einvernehmlich beschlossen haben, seine Tätigkeit als Trainer der ersten Mannschaft zu beenden“. Allerdings: Bereits seit Wochen hatte es in Spanien Spekulationen über eine Trennung von dem ehemaligen Leverkusen-Coach gegeben. Einen Tag nach der 2:3-Niederlage im Supercup-Finale gegen den FC Barcelona ist es nun beschlossene Sache.
Alonso war erst seit dem 1. Juni 2025 Trainer der Königlichen gewesen und hatte eigentlich einen Vertrag bis zum Sommer 2028. Sein Nachfolger steht bereits fest: Álvaro Arbeloa, der seit Sommer die zweite Mannschaft trainiert hatte, übernimmt. Davor hatte der 42-Jährige, der – wie Alonso – auch als Spieler viele Erfolge mit dem Klub gefeiert hatte, im Jugendbereich von Real gearbeitet.
Alonso selbst war einst als Profi im Sommer 2009 vom FC Liverpool in die spanische Hauptstadt gewechselt und dort bis zum August 2014 für Real aktiv gewesen. Er brachte es auf 236 Pflichtspiele, sechs Tore, 31 Vorlagen und sechs Titelerfolge, darunter den historischen Gewinn des zehnten Champions-League-Pokals. In keinem anderen Trikot absolvierte er mehr Einsätze. Und dann kehrte er als Trainer zurück.
In dem Statement des Klubs wird er nun immerhin mit versöhnlichen Worten verabschiedet. „Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridista genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten“, heißt es über den 44-Jährigen. „Real Madrid wird immer sein Zuhause sein. Unser Verein dankt Xabi Alonso und seinem gesamten Trainerteam für ihre Arbeit und ihr Engagement in dieser Zeit und wünscht ihnen viel Glück für diesen neuen Lebensabschnitt.“
Nach starkem Start begann im November die Talfahrt
Mit der Trennung reagiert Real Madrid auf die sportliche Krise: Neben dem verlorenen Supercup-Finale gegen Barcelona läuft die Mannschaft dem Team von Hansi Flick auch in der Meisterschaft hinterher. Der Rückstand beträgt vier Punkte. Und in der Champions League sind die Madrilenen auch nur Siebter, es drohen die Play-offs.
Zwar hatte sich der Rekordmeister in der Meisterschaft zuletzt etwas stabilisiert, überzeugend waren die Auftritte trotzdem nicht. Das 2:3 gegen Barcelona war dann wohl eine Niederlage zu viel für den erfolgsverwöhnten und schillernden Präsidenten Florentino Pérez. Denn der Kader um Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Antonio Rüdiger und Co. sollte höchsten Ansprüchen genügen. Schon nach dem 0:2 Anfang Dezember gegen Celta Vigo soll es Berichten zufolge eine Krisensitzung der Vereinsführung gegeben haben.
Alonso war von Oktober 2022 bis zum vergangenen Sommer Trainer von Leverkusen gewesen. Mit Bayer gewann er in der Saison 2023/2024 den DFB-Pokal und ohne eine einzige Niederlage auch fulminant die deutsche Meisterschaft. Mit dementsprechend großen Erwartungen hatten die Madrilenen ihren Ex-Profi als Coach verpflichtet.
Zunächst sah auch alles nach einer Erfolgsgeschichte aus: Nach dem Halbfinale bei der Klub-Weltmeisterschaft konnte Alonso zu Beginn dieser Saison in den ersten 14 Pflichtspielen 13 Siege bejubeln. Es war der beste Saisonstart, den die Königlichen jemals hatten. Doch ausgerechnet bei seinem früheren Verein FC Liverpool (0:1) Anfang November in der Champions League startete die Talfahrt für den Spanier mit dem Starensemble. Die Wende gelang ihm nicht mehr.
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