Bei seiner vierten Olympia-Teilnahme soll es endlich klappen mit dem Gold-Coup. Doch wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar) sorgen ein wütendes Interview von Rennrodler Toni Eggert und Gerüchte über körperliche Gewalt für Ärger.

Auslöser: Dem elfmaligen Weltmeister war nach Platz sechs bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof Ende Januar der Kragen geplatzt. Ausgerechnet seinen Doppelsitzer-Partner Florian Müller kritisierte er nach einem verpatzten Start öffentlich. Der wirkte bedröppelt, sagte nichts.

Eggert sagte damals über seinen Untermann: „Er muss nur mal mitmachen, dann kann man das regeln. Momentan funktionieren wir leider nicht als Team, das nervt ohne Ende. Es muss sich ändern. Wenn ich mir die Zeitverläufe anschaue, dann hat keiner so eine schnelle Kiste wie wir.“

Sätze, die bei Umstehenden für Kopfschütteln sorgten. Nach Informationen von „Bild“ ging sogar eine schriftliche Beschwerde beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ein. Das Schreiben liegt „Bild“ vor. Eggert musste deshalb zum Gespräch bei Bundestrainer Patric Leitner. Deutschlands Rodel-Boss Thomas Schwab: „Ergebnis war, dass man solche Themen künftig intern analysiert, anstatt sie öffentlich zu schildern.“

Eggert wurde nach verpatzter Trainingsfahrt ausfällig

Es war nicht der erste Rapport für Eggert, der 2023 seine Karriere mit Sascha Benecken bereits beendet hatte und ein Jahr später mit neuem Partner sein Comeback feierte. Nach einer verpatzten Trainingsfahrt im vergangenen November in Altenberg soll er nicht nur verbal ausfällig geworden sein. Schwab bestätigt: „Er hat ihn damals mit der flachen Hand auf die Brust geschlagen.“

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Der Verbandschef wird deutlich: „Als wir damals vom Vorfall erfahren haben, wurde dieser sofort vom Cheftrainer aufgearbeitet und zunächst mit Toni sowie anschließend mit beiden besprochen und protokolliert. Das war eine Grenzüberschreitung, die inakzeptabel ist und auf gar keinen Fall noch einmal vorkommen darf.“

Eggert erhielt eine dunkelgelbe Karte. Müller verzieh ihm den Aussetzer und soll alles auf die „Emotionen“ geschoben haben. Das Duo eint noch immer das Ziel Olympia-Gold – auch nach dem neuerlichen Ärger in Oberhof. Mit Vor-Partner Benecken holte Eggert bislang einmal Olympia-Silber (2022) und einmal Olympia-Bronze (2018).

Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, SPORT BILD, BILD) erstellt und zuerst in BILD veröffentlicht.

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