„Niemand weiß, wann wir ausreisen können“ – Tennis-Stars stecken in Dubai fest
Der ehemalige US-Open-Sieger Daniil Medwedew ist einer von mehreren Spielern, die nach dem ATP-Turnier in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten feststecken. Medwedews repostete auf Instagram einen Bericht des russischsprachigen Tennisportals „Bolshe“, wonach er sich in Sicherheit befinde und bei einem Freund in Dubai wohne. Der Russe hatte das Turnier gewonnen. Das Finale war nach der verletzungsbedingten Absage von Medwedews Gegner Tallon Griekspoor nicht ausgespielt worden.
„Die Situation ist ungewöhnlich, aber im Grunde ist das Einzige, was passiert ist, dass der Luftraum geschlossen ist“, sagte Medwedew zu „Bolshe“. „Niemand weiß also, wann wir ausreisen können. Es ist unklar, ob die Situation lange so bleiben wird oder nicht.“ Der Flugverkehr ist wegen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten lahmgelegt.
Die spanische Zeitung „Marca“ berichtete, dass Medwedew und Andrey Rublev, der sich genauso wie Griekspoor ebenfalls in Dubai befindet, ihre Ausreise per Privatflugzeug aus dem Oman planen würden. Immerhin wartet auf die Tennis-Profis schon das nächste wichtige Turnier. Ab Mittwoch wird das Masters in Indian Wells ausgespielt, die Spieler um Medwedew würden frühestens am Samstag einsteigen.
Andere Spieler hatten mehr Glück bei der Ausreise. Der Kasache Alexander Bublik erwischte noch einen Flug, kurz bevor der Luftraum geschlossen wurde. „Wir verließen Dubai mit dem Gedanken: ‚Wenn Gott will, wird der Flug ruhig verlaufen.‘ Wir waren gerade aus dem iranischen Luftraum heraus, als ich die Nachrichten checkte und sah, was passiert ist“, schrieb Bublik auf Telegram.
Nach Angaben der ATP befindet sich noch „eine kleine Anzahl von Spielern und Teammitgliedern“ in Dubai. „Die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen unserer Spieler, Mitarbeiter und Turnierpersonal haben für uns oberste Priorität“, hieß es in einer Stellungnahme am Montag. „Derzeit werden die Reisebedingungen entsprechend den Flugplanungen und offiziellen Vorgaben weiterhin bewertet. Wir werden weiterhin angemessene Unterstützung leisten, um sicherzustellen, dass die Spieler und ihre Teams sicher abreisen können, sobald die Bedingungen dies zulassen.“
Spiel von Ronaldo-Klub Al Nassr abgesagt
Zahlreiche Sportveranstaltungen in der Region wurden abgesagt, darunter die Fußballspiele der asiatischen Champions League und die katarische Liga. Auch das Spiel von Cristiano Ronaldos Fußball-Club Al Nassr ist vorerst abgesagt worden. Das Team aus Saudi-Arabien sollte eigentlich im Rahmen der Champions League Two am Mittwoch bei Al Wasl in Dubai antreten.
Der Dachverband der Formel 1 erklärte am Montag, dass er sich bei der Planung der kommenden Rennen in der Region auf „Sicherheit und Wohlergehen“ konzentrieren werde. Betroffen sind das für den 12. April angesetzte Rennen in Bahrain, wo erst am Wochenende die Formel-1-Reifentests abgebrochen wurden, und das Rennen eine Woche darauf in Saudi-Arabien. Hinter beiden Austragungen steht ein Fragezeichen.
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