Iran schließt Teilnahme an Fußball-WM aus – wer nachfolgen würde
Der iranische Sportminister Ahmad Donyamali hat in einem TV-Interview angekündigt, dass die iranische Fußball-Nationalmannschaft nicht an der Fußball-WM teilnehmen wird. „Angesichts der Tatsache, dass diese korrupte Regierung unseren Anführer ermordet hat, sehen wir unter keinen Umständen die Voraussetzungen, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen“, sagte Donyamali einem iranischen TV-Sender.
Zur Begründung sagte er: „In den letzten acht oder neun Monaten wurden uns zwei Kriege aufgezwungen, und mehrere Tausend unserer Landsleute wurden getötet und sind zu Märtyrern geworden. Daher haben wir definitiv keine Möglichkeit zur Teilnahme.“ Er betonte, dass „unsere Jungs“ unter den gegebenen Umständen „nicht sicher seien“.
Gianni Infantino: Trump hat nichts gegen Teilnahme
Damit ist erstmals seit 1950 der Fall, dass ein Land von sich aus trotz Qualifikation auf die WM verzichten will. Aber: Noch ist die Ankündigung nicht offiziell. Endgültig entschieden ist die Absage nicht.
Vor diesen Aussagen hatte Fifa-Präsident Infantino von einem Gespräch mit Donald Trump berichtet, in dem es um die aktuelle Situation in Iran gegangen sei. Der US-Präsident habe ihm gesagt, dass die Mannschaft des Iran „willkommen“ sei. In früheren Aussagen hatte Trump behauptet, eine Teilnahme des Kriegsgegners sei ihm egal. Iranische Fans dürfen ohnehin nicht einreisen.
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Die iranische Nationalelf soll in den drei Vorrundenspielen ab 11. Juni gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten in Los Angeles und Seattle in der Gruppe G antreten. Für den Fall einer Absage müsste der Weltverband einen Nachfolgekandidaten bestimmen. Eine feste Regelung ist dafür nicht vorgesehen, die Fifa darf es nach eigenem Ermessen regeln.
Ein Kandidat aus dem Asien-Verband rückt für den Iran nach
Wahrscheinlich würde ein Team aus dem asiatischen Kontinentalverband (AFC) nachrücken, dem der Iran angehört. Die Kandidaten sind der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Für die irakische Nationalelf steht noch ein Play-off-Spiel am 1. April an, in dem sie gegen Surinam oder Bolivien spielt. Wegen Luftraumsperrungen und fehlender Visa hat der Irak um eine Verschiebung der Partie gebeten. Sollte der Irak scheitern, dürfte er nachnominiert werden. Qualifiziert er sich, dürften die VAE nachrücken.
Eine Absage hätte für den iranischen Fußball-Verband finanzielle Folgen. Sagt das Land kurzfristig ab (weniger als 30 Tage vor Turnierbeginn) ab, droht eine Strafe von bis zu 500.000 Schweizer Franken. Auch ein Ausschluss von der WM 2030 wäre möglich.
Quellen: „BBC“, „Sport Bild“
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