Das Spiel ist für Freitagabend 18.30 Uhr angesetzt. Doch schon jetzt wirft es seine Schatten voraus. Gastgeber Hannover 96 empfängt in der 2. Liga zum Niedersachsenderby Eintracht Braunschweig.

Die Rivalität ist groß, entsprechend die Brisanz. In den vergangenen Jahren wurden Aufeinandertreffen von Krawallen überschattet. Auch wenn es beim Hinspiel, bei dem die An- und Abreise der 96-Anhänger laut Polizei im Oktober 2025 störungsfrei verlaufen sei, keine Zwischenfälle gab, nimmt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens die Ultras in die Pflicht. Sie erwarte von ihnen, dass sie sich mit Gewalttätern in den eigenen Reihen auseinandersetzen, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. „Sie haben ein Problem in ihren eigenen Reihen, und das müssen sie klären.“

Wenn die Fanszenen dieses Problem nicht selbst in den Griff bekämen, müssten Politik und Verbände eine Lösung finden, sagte Behrens. „Mir wäre es aber lieber, wenn die Fanszenen selbst eine finden.“ Ihr Ziel sei es, „dass die Polizei im Stadion selbst möglichst gar nicht im Einsatz sein wird“.

„Gewalt ist kein Teil von Fankultur“

Sie kritisierte, dass für einzelne Fußballspiele teilweise bis zu 2000 Polizisten nötig seien. Bei anderen Sportveranstaltungen oder großen Festivals wie dem Maschseefest in Hannover mit vielen Besuchern sei ein solcher Polizeieinsatz schließlich auch nicht erforderlich.

„Gewalt ist kein Teil von Fankultur“, betonte Behrens: „Das sollte jedem Stadionbesucher klar sein.“ Die SPD-Politikerin tritt schon länger für strengere Sicherheitsmaßnahmen bei Hochrisikospielen ein. In Teilen der Fanszenen von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig gilt sie deshalb als Feindbild.

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