Stuttgart-Fans werfen Stuhl aufs Feld – „Die wollten, dass wir raufgehen“
Nach dem furiosen Ende und dem späten 2:0 von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart kochten die Emotionen hoch. Auch die Trainer Niko Kovac und Sebastian Hoeneß lieferten sich nach dem Abpfiff des Spitzenspiels der Fußball-Bundesliga ein kleines Wortgefecht.
„Das ist mittlerweile ein Duell, das ja sehr viele Emotionen beinhaltet. Das waren fast immer extrem heiß geführte Spiele“, erklärte VfB-Trainer Hoeneß. „Das hat sich natürlich entladen in den Szenen am Ende. Das haben wir dann mal ganz kurz ausdiskutiert“, sagte er bei Sky. Worum es in dem Wortgefecht genauer ging, behielt Hoeneß für sich. „Das geht niemanden was an, zumindest meine Meinung“, erklärte der 43-Jährige. Sein Trainerkollege Kovac meinte bei Sky, es habe „eine kleine Meinungsverschiedenheit“ gegeben.
Die Stuttgarter hatten das Spiel dominiert, aber sich in der Offensive nicht effizient gezeigt. Erst mit einem Doppelschlag in der Nachspielzeit entschieden die BVB-Joker Karim Adeyemi und Julian Brandt mit ihren Toren das Duell zugunsten der zuvor enttäuschenden Dortmunder (90.+4 und 90.+6).
Stuttgart-Fans klettern in den Innenraum
Die Gäste spielten in der zweiten Halbzeit auf das Tor vor der Cannstatter Kurve und jubelten nach ihren Treffern vor den VfB-Anhängern. Etliche Fans fühlten sich dadurch provoziert, dadurch wurde es turbulent. Anhänger kletterten über die Absperrung in den Innenraum. Ein Stuhl flog auf den Rasen, zwischen den VfB- und BVB-Profis kam es zur Rudelbildung.
Spieler und Fans hätten das Gefühl gehabt, „dass zu lange in unserer Kurve gefeiert wurde“, beschrieb Hoeneß. „Es ist nicht meine Meinung, ich will nur beschreiben, was dann der Auslöser war.“ Der Spielverlauf habe wahrscheinlich dazu beigetragen. „Trotzdem muss ich auch klar sagen, dass mir die Bilder nicht gefallen haben“, stellte Hoeneß kritisch klar. „Es war so laut, es war so knisternd im Stadion. Das ist eigentlich das, was zurückbleiben muss. Nicht die Bilder, die es am Ende gab. Das kann ich nicht befürworten“, meinte Hoeneß.
Der schwarz-silberne Klappstuhl flog auf den PlatzDeutlich unkritischer äußerte sich Deniz Undav nach dem Spiel. Laut dem Stürmer hätten sich die Fans nach dem aus ihrer Sicht provokanten Jubel mehr Gegenwehr gewünscht – dabei habe ein Missverständnis vorgelegen. „Die wollten, dass wir raufgehen. Wir waren aber mit vier, fünf, sechs Spielern da. Ich glaube, das haben die nicht richtig wahrgenommen durch die Emotionen. Ich habe ihnen gesagt, dass wir da waren“, sagte Undav. „Wir können den Spieler jetzt auch nicht schlagen, sondern haben uns versucht zu wehren. Ich glaube, es ist alles ruhig, alles entspannt mit den Fans.“
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