„Es war alles gelogen“ – Hulk Hogan (†71) rechnete mit sich selbst ab –
Im vergangenen Jahr starb die Wrestling-Legende Hulk Hogan. Am 24. Juli 2025 schloss der US-Amerikaner für immer die Augen. Hogan wurde 71 Jahre alt. In den 80er-Jahren machte die WWE ihn zum Weltstar – zur Ikone, zum Helden vieler Kinder. Jetzt zeigt Netflix eine vierteilige Doku über den „Wrestling-König“. Drei Monate vor seinem Tod gab Hogan dafür sein letztes großes Interview.
Als Hulk Hogan wurde Terry Bollea zur globalen Marke. Seine Botschaft an Millionen Fans: Beten, trainieren, Vitamine nehmen – und an sich glauben.
Doch die Wahrheit sah anders aus. Zum Glauben fand er erst durch seine letzte Ehefrau Sky Daily. Trainiert hat er. Aber bei den „Vitaminen“ spielte er seinen Fans jahrelang etwas vor. Die Realität: Drogen, Alkohol, Anabolika. Hogan nahm alles.
Die größte Lüge seines Lebens
Als Anfang 1991 das Thema Steroide die WWE beinahe zerstört hätte, war Hogan zu Gast bei Arsenio Hall. Dort fragte der Talkshow-Host Hogan, ob dieser Steroide benutzt hatte. Hogans Antwort: „Die Zeitungen haben die Unwahrheit geschrieben. Ich war schon immer kräftig. Ich habe noch nie Steroide genommen. Millionen Kinder glauben an mich und es macht mich traurig, dass jetzt eine dunkle Wolke über allem hängt, woran ich glaube.“
In der Dokumentation macht er reinen Tisch: „Natürlich habe ich ihn angelogen. Es war alles gelogen.“
Die vierteilige Doku beleuchtet nicht nur Hogans Drogen- und Alkoholprobleme, auch seine Scheidung von seiner Frau Linda, mit der er 25 Jahre verheiratet war und die ihn in die Pleite trieb: „Ich gab ihr 70 Prozent, damit ich meine Ruhe hatte. Aber dadurch war ich pleite.“
Unerwarteten Geldregen bekam er, da die Seite „Gawker“ ein heimlich aufgenommenes Sexvideo veröffentlichte. Hogan bekam 2016 rund 115 Millionen Dollar zugesprochen. Doch sein Ruf war zerstört, denn im Zuge des Prozesses kamen rassistische Äußerungen an die Öffentlichkeit. Die WWE warf Hogan raus (und holte ihn später zurück), für viele Fans war er bis zu seinem Tod unten durch. Zu oft hatte er sie belogen.
Hulk Hogan, hier 2009 in Perth, prägte das Wrestling über JahrzehnteEiner, der immer zu ihm hielt, war Donald Trump. Der US-Präsident nahm sich die Zeit für ein Interview für die Dokumentation: „Ich habe ein großes Meeting mit Russland laufen. Hogan ist ein netter Mann, mit einem großen Herzen. Wir hatten immer eine gute Chemie.“
Hogans Wahlkampf für Trump 2024 war für viele Fans zu viel des Guten. Bei Hogans letztem WWE-Auftritt im Januar 2025 wurde er ausgebuht. Für Hogan aber kein Problem, eher eine Motivation, noch einmal in den Ring zu steigen: „Ich könnte als Bösewicht zurückkommen und die Hallen mit jedem Gegner der Welt ausverkaufen. Die Fans würden es lieben, wenn ich meinen kaputten Hintern verkloppt bekäme.“
Dazu kam es nicht mehr. Drei Monate nach dem Interview ließ sich Hogan am Nacken operieren. Es gab Komplikationen. Seine Witwe Sky Daily: „Ich hätte die Operation nicht erlauben dürfen. Er war danach nie mehr derselbe.“
Am 24. Juli 2025 starb Hulk Hogan im Morton Plant Hospital in Florida.
Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) erstellt und zuerst in der „Bild“ veröffentlicht.
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