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Für den VfB Stuttgart reicht es nach dem Kraftakt im DFB-Pokal nicht für einen Sieg gegen Werder Bremen in der Bundesliga. Umso wichtiger wird ein Duell am kommenden Samstag.

Inmitten der Euphorie um den Einzug ins DFB-Pokalfinale hat der VfB Stuttgart im Kampf um die Champions-League-Qualifikation den erhofften Heimsieg verpasst. Gegen Abstiegskandidat Werder Bremen mussten sich die durchrotierten Schwaben von Trainer Sebastian Hoeneß nach einem Rückstand in ihrem 1000. Bundesliga-Heimspiel mit einem 1:1 (0:1) begnügen. 

Drei Tage nach dem 2:1-Zittersieg in der Verlängerung des Pokal-Halbfinals gegen den SC Freiburg gerieten die Stuttgarter durch den Treffer von Jens Stage (18. Minute) in Rückstand. Joker Ermedin Demirovic glich in der zweiten Hälfte vor 60.000 Zuschauern aus (61.).

Werder mit wichtigem Punkt im Abstiegskampf

In der Tabelle schob sich der VfB zwar wieder an der TSG 1899 Hoffenheim vorbei auf den vierten Rang, ist aber punktgleich mit dem Konkurrenten. Das direkte Duell der beiden Landesrivalen am kommenden Samstag gewinnt damit an Bedeutung. Die Bremer von Trainer Daniel Thioune sicherten sich im Kampf gegen den Abstieg einen Punkt und vergrößerten den Abstand zum FC St. Pauli auf dem Relegationsrang auf sechs Zähler. Drei Spieltage vor dem Saisonende verbesserten sich die Hanseaten auf Rang zwölf.

„Es ist nicht wirklich Bundesliga-Alltag, jetzt sind wir voll in der Crunchtime. Es fällt alles einen Tick leichter durch das Wissen, dass wir es gepackt haben am Donnerstag“, sagte VfB-Trainer Hoeneß vor dem Anpfiff bei Dazn. Doch seiner auf sechs Positionen veränderten Elf war dies zunächst nicht anzumerken.

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Die Bremer, die kurzfristig auf den angeschlagenen Kapitän Marco Friedl verzichten mussten, standen ordentlich in der Defensive, beschäftigten die Schwaben auch im Angriff. Und setzten den VfB mit dem 1:0 unter Zugzwang.

Stage sorgt für VfB-Rückschlag

Nach einem Einwurf verlagerte Werder das Spielgeschehen von der linken auf die rechte Seite. Stage leitete seinen Treffer mit einem Doppelpass mit Yukinari Sugawara ein und vollendete aus rund 15 Metern per Flachschuss ins linke Eck. Erst beim 3:1 im Nordderby gegen den Hamburger SV hatte sich der Mittelfeldspieler als Doppeltorschütze ausgezeichnet.

El Khannouss und Undav verpassen Ausgleich

Der VfB war anschließend bemüht, den Rückstand wettzumachen. Werder-Torwart Mio Backhaus verhinderte jedoch den schnellen Ausgleich, als er reaktionsschnell einen wuchtigen Kopfball von Bilal El Khannouss über die Latte lenkte. Als Deniz Undav kurz vor der Pause aus der Drehung abschloss, musste Backhaus nicht eingreifen. Der Ball flog knapp am Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite nutzte es VfB-Leihgabe Jovan Milosevic nicht aus, dass Dan-Axel Zagadou im Strafraum ausrutschte. Der Innenverteidiger stand überraschend erstmals seit dem 9. November 2025 und seiner Oberschenkelverletzung wieder in der Startelf. Zur Halbzeit korrigierte Hoeneß seine Aufstellung und wechselte Zagadou gegen Ramon Hendriks aus.

Wechsel macht sich bezahlt

Nach dem Seitenwechsel bestimmte der VfB die Partie. Mit den Einwechslungen von Chris Führich und Ermedin Demirovic kam mehr Offensivschwung (57.) – und dies machte sich nur vier Minuten später bezahlt. 

Eine Kombination über Angelo Stiller und El Khannouss veredelte Demirovic per Kopfball zum 1:1. Zehn Minuten später hatte Stage aus kurzer Distanz die Gelegenheit zur erneuten Werder-Führung, scheiterte aber an VfB-Torwart Alexander Nübel.

DPA lw
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