Von Vancouver nach Las Vegas? Müllers Klub droht ein Umzug
Der Verein von Ex-Weltmeister Thomas Müller muss womöglich bald seinen Standort Vancouver verlassen. Die Whitecaps sind bei der Suche nach einem geeigneten Käufer, der das Team in der Stadt an der kanadischen Westküste hält, bislang nicht fündig geworden.
„Der Verein steht seit längerem vor bekannten strukturellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit des Stadions, dem Zugang zum Gelände und den begrenzten Einnahmen. Dies hat es erschwert, Käufer zu finden, die den Verein in Vancouver halten wollen“, teilte der Klub selbst mit. Nach Gesprächen mit mehr als 100 Interessenten in den vergangenen 16 Monaten sei bislang kein tragfähiges Angebot eingegangen, das den Verbleib des Vereins am Standort sichern würde.
Weiter heißt es seitens des Klubs: „Es bleibt das nachdrückliche Bestreben der aktuellen Eigentümergruppe, eine Lösung innerhalb von Vancouver zu finden. Sollte es eine lokale Eigentümergruppe geben, die über die Vision und die finanziellen Mittel verfügt, um einen zukunftsweisenden Weg einzuschlagen, so rufen wir diese eindringlich dazu auf, sich bei uns zu melden.“
Standortwechsel als letzte Lösung
Die bisherigen Investoren – Greg Kerfoot, Steve Luczo, Jeff Mallett und NBA-Legende Steve Nash (Dallas Mavericks, Los Angeles Lakers, Phoenix Suns) – wollen verkaufen. Sollte sich trotz aller Versuche und Aufrufe kein Käufer mit dem Standort Vancouver finden, ist ein Umzug in eine andere Stadt möglich. Dies ist in Nordamerika keine Seltenheit. Basketball-Champion Oklahoma City Thunder ging 2008 beispielsweise aus den Seattle SuperSonics hervor.
Die Fans der Whitecaps protestierten allerdings zuletzt gegen einen Wegzug aus Vancouver. Rund um das Heimspiel gegen Colorado (3:1) organisierten Anhänger unter dem Motto „Save the Caps“ („Rettet die Caps“) einen Protestmarsch zum Stadion. Die Whitecaps zählen immerhin zu den ältesten MLS-Klubs. Das Team wurde 1986 unter dem Namen Vancouver 86ers gegründet und spielte zuerst in der Canadian Soccer League. Seit 2011 läuft die Mannschaft in der Major League Soccer auf und erreichte im vergangenen Jahr mit Thomas Müller das Finale, unterlag dort aber gegen Inter Miami mit Argentiniens Weltmeister Lionel Messi.
Ein Sonderausschuss der MLS-Eigentümer trat nun zusammen, um die Zukunft der Whitecaps zu besprechen. Auch ein Standortwechsel wurde diskutiert, dabei stellte sich ein Umzug nach Las Vegas als zentrale Option heraus, wie „The Athletic“ berichtet. Daneben gilt Phoenix, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Arizona, als weiterer Top-Kandidat für einen Umzug der Whitecaps.
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