„Greift nach den Sternen, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft“
Als sein Ziel nicht mehr erreichbar war, hat sich Arda Saatçi dennoch durchgekämpft. Schritt für Schritt, immer weiter und weiter. Dabei beobachtet von Millionen Zuschauern, die seinen Livestream verfolgten. Am Sonntagabend deutscher Zeit war es dann geschafft: Nach 123:21:10 Stunden, in denen er von seinem Start in Badwater Basin 604,6 Kilometer zurückgelegt hatte, erreichte er Santa Monica.
„Wir haben es geschafft. So viele Menschen hier, das ist einfach verrückt“, sagte Saatçi, nachdem er seiner Mutter am Santa Monica Pier in die Arme gefallen war. „Danke für die unglaubliche Unterstützung, online und vor Ort. Greift nach den Sternen, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft, und vergleicht euch mit niemandem. Am Ende zählt, dass ihr euren eigenen Weg geht. Ich liebe euch, danke für alles.“
Dass er sein persönliches Zeitziel von 96 Stunden deutlich verfehlte, hatte ihn zwischenzeitlich enttäuscht. Dass er sein Vorhaben aber durchzog, dass er das Schaffen dieser Ultra-Distanz, das Ankommen als sein neues Ziel setzte, zeigt, worauf es eigentlich ankommt. Disziplin, Durchhaltevermögen, mentale Stärke. Passend zu seinem Credo „You vs. You“.
Mit letzter Kraft im Ziel, nach 604 Kilometern: Arda SaatçiGestartet war Saatçi am 5. Mai. Ein extremes Laufabenteuer vom Badwater Basin durch das Death Valley bis zum Santa Monica Pier in Los Angeles, jeder Schritt dabei live dokumentiert.
Millionen schauten Saatçi online zu
Das gesamte Projekt war auch ein Social-Media-Ereignis. Es wurde als Dauersendung im kostenlosen Stream live übertragen, auf mehreren Plattformen wie seinem YouTube-Kanal dokumentiert – und begeisterte Millionen Zuschauer im Internet. Immer mal wieder schalteten sich auch Prominente dazu, darunter Nationalspieler Deniz Undav. Sein Projekt ist auch ein Social-Media-Ereignis. Im Netz wird jede Entwicklung genau verfolgt, diskutiert und bewertet.
Ein mentaler und körperlicher Kraftakt. Damit kennt sich Saatçi aus. Seine Millionen Follower nimmt er immer wieder mit auf sportliche Extrem-Erfahrungen. 2024 zum Beispiel lief er 3000 Kilometer von Berlin bis New York und dokumentierte das online. 2025 lief er durch Japan – 43 Tage lang mit durchschnittlich zwei Marathons pro Tag. Nun also die gut 600 Kilometer in Kalifornien.
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Nach 60 Stunden begann er schließlich zu torkeln, berichtete von Halluzinationen, ein Arzt griff ein. Nach einem Check und einer Pause konnte der Berliner seinen Weg aber fortsetzen. Nicht immer laufend, oft auch gehend. Als klar wurde, dass sein Zeitziel nicht erreichbar war, sagte er: „Egal, wie lange es dauern wird. Ich werde versuchen, es zu Ende zu bringen, und darauf kommt es an.“
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