Vier Spiele, vier Niederlagen: Dennoch hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft weiter Chancen auf das WM-Viertelfinale. Beim 3:4 nach Penaltyschießen in Zürich gegen Weltmeister USA holte das Team von Bundestrainer Harold Kreis immerhin den ersten Punkt bei der Weltmeisterschaft. Mit drei Erfolgen in den restlichen Gruppenspielen gegen Ungarn am Freitag, Österreich und Großbritannien ist die K.o.-Runde weiter möglich.

Besonders bitter: Ein Sieg nach regulärer Spielzeit wurde durch den irregulären Ausgleich der USA durch Pittsburghs Tommy Novak (55.) verhindert. Bundestrainer Kreis verzichtete dabei erneut auf eine Überprüfung der Szene. So wurde das Spiel am Ende im Penaltyschießen entschieden – mit dem glücklicheren Ende für den Favoriten.

„Ich war mit der Hand drauf – klare Fehlentscheidung“, schimpfte Deutschlands Keeper Philipp Grubauer bei MagentaSport über die Szene des Spiels und legte in Richtung Kreis nach: „Dass wir uns das nicht mehr per Video haben anschauen können, hat mich auch gewundert bei so einem wichtigen Spiel und so einer wichtigen Entscheidung.“ Kreis hingegen meinte nach dem Spiel, keine Möglichkeit dazu gehabt zu haben: „Das ist keine Challenge.“

Moritz Seider (2. Minute), Frederik Tiffels (30.) und Marc Michaelis (33.) trafen gegen den Olympiasieger, der in der Schweiz zwar mit einer komplett anderen Auswahl antritt, trotzdem aber gegen die DEB-Auswahl favorisiert war, in der regulären Spielzeit.

Michaelis: „Das fühlt sich nicht richtig an“

Deutschland ging nach den drei Pleiten zum WM-Auftakt erstmals in Führung. Seider sorgte mit einem platzierten Schuss nach Zuspiel von Joshua Samanski und Frederik Tiffels für das frühe 1:0 nach nur 60 Sekunden. Dann lief alles wie gehabt: ein einmal mehr verschuldetes Gegentor. Münchens Fabio Wagner konnte nach einem Zuspiel die Scheibe vor dem eigenen Tor nicht klären, Isaac Howard bedankte sich. Im zweiten Drittel drückten und stocherten sich die Amerikaner zum Ausgleich. Max Sasson von den Vancouver Canucks brachte den Puck am Ende glücklich über die Linie (26.).

Im Gegensatz zum Schweiz-Spiel, als Deutschland nach dem Rückschlag auseinanderbrach, zeigte die DEB-Auswahl eine gute Reaktion. Tiffels sorgte für den Ausgleich. Deutschlands Offensive war nun endlich im Turnier angekommen und legte nach. Ein perfektes Zuspiel von Mannheims Alexander Ehl nutzte Teamkollege Michaelis zur erneuten Führung (33.).

Eine unfassbare Szene brachte die USA aber wieder zurück. Beim erneuten Ausgleich von Novak (55.) hatte Grubauer den Puck eigentlich schon sicher, trotzdem wurde irregulär nachgestochert. „Ich weiß nicht, warum nicht gechallengt wurde. Das fühlt sich nicht richtig an“, sagte Michaelis.

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