Prinz William beklatschte als Edelfan lächelnd Aston Villa, SC-Stürmer Igor Matanović spuckte verbittert auf den Rasen des Besiktas Parks. Seine Mitspieler reihten sich ernüchtert vor den mitgereisten Anhängern auf – die erhoffte Krönung für den SC Freiburg ist nach einer außergewöhnlichen Europa-League-Reise ausgeblieben. Mit 0:3 unterlag Freiburg dem übermächtigen Favoriten aus der Premier League. Phasenweise bekamen die Badener im Europa-League-Finale einen Klassenunterschied aufgezeigt.

„Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das ist das, was im Moment überwiegt und auch schmerzt“, sagte SC-Trainer Julian Schuster bei RTL. In den ersten 40 Minuten sei das Spiel seiner Elf in Ordnung gewesen, dann aber habe sein Team durch Standardsituationen die Partie aus der Hand gegeben: „Die Mannschaft hat sich wieder aufgerappelt, da muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Mit ein paar Tagen Abstand werden wir reflektieren können, was wir erreicht haben. Aber im Moment überwiegt die Trauer.“

Freiburgs Trainer Julian Schuster

Im größten Spiel der Vereinsgeschichte schockte ein Doppelschlag durch die Treffer von Youri Tielemans (41. Minute) und das Traumtor von Emiliano Buendía (45.+3) die Freiburger. Spätestens mit dem 0:3 durch Morgan Rogers (58.) war die Partie entschieden.

Klassenunterschied ab der 35. Minute

„Man muss zugeben, dass Aston Villa die bessere Mannschaft war. Sie waren sehr abgezockt, es war ein verdienter Sieg für Aston Villa. Wenn ich sehe, was wir in der Saison geleistet haben, dann wird es nicht lange dauern, bis der Stolz überwiegt. Viele von uns haben über 50 Spiele absolviert“, sagte Freiburgs Kapitän Vincenzo Grifo.

Das sah Torwart Noah Atubolo anders. Er wollte nicht von Stolz auf die gezeigten Leistungen reden, sondern war einfach nur enttäuscht: „Wir haben viel zu einfache Tore hergegeben. Villa hat es über 90 Minuten aber auch sehr gut gemacht. Ich will jetzt nicht wieder sagen, dass wir stolz sein können. Ich wollte dieses Finale gewinnen. Wir wollten dieses Finale gewinnen. Trotzdem haben wir eine sehr gute Europa-League-Saison gespielt.“

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