Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat nach mehr als zehn Jahren erstmals wieder die Drei-Millionen-Marke überschritten. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, kletterte die Zahl der Erwerbslosen im August im Vergleich zum Vormonat um 46.000 auf 3,025 Millionen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent.

Sommerferien und schwache Konjunktur schwächen Arbeitsmarkt

Als Gründe für den Anstieg nannte die Bundesagentur die Sommerpause und die schwache Konjunktur. Die Arbeitslosenzahlen steigen in der Regel über den Sommer. Unternehmen stellen vor den Ferien weniger ein und Ausbildungsverhältnisse enden. Gleichzeitig sei der Arbeitsmarkt nach wie vor von der wirtschaftlichen Flaute der vergangenen Jahre geprägt, erklärte BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles.

Gesunkene Arbeitslosenzahlen in Mitteldeutschland

Im bundesweiten Vergleich lagen die Arbeitslosenzahlen in Bremen (11,8 Prozent) und Berlin (10,5) am höchsten. Bayern (4,2) und Baden-Württemberg (4,7) verzeichneten die niedrigsten Quoten. In Thüringen (6,4) war die Zahl der Erwerbslosen zuletzt gesunken. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren 70.800 Menschen arbeitslos gemeldet – rund 1.200 weniger als im Juli.

Auch Sachsen (7,0) meldete sinkende Zahlen: Insgesamt waren rund 151.200 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet – etwa 900 weniger als im Juli. Die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt (8,0) meldete ebenfalls einen saisonbedingten Rückgang der Zahlen. Rund 89.100 Menschen waren im August arbeitslos gemeldet und damit 800 weniger als im Vormonat. In allen drei Ländern liegen die Zahlen aber deutlich über den Vorjahreswert.

(Quelle: Reuters, AFP)

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