Wie steht's um Leipzigs Chancen als Co-Gastgeber?
- Münchens Olympia-Pläne beleben die Bewerbung von Leipzig mit Berlin.
- Der Kanupark Markkleeberg macht Sachsen für Olympia besonders interessant.
- Über die deutsche Kandidatur soll im Herbst 2026 entschieden werden.
In Deutschland sind die Olympischen Spiele das letzte Mal 1972 ausgetragen worden, damals in München und nun will die bayerische Landeshauptstadt erneut ins Rennen gehen. Beim Landessportbund Sachsen hat man diese Entscheidung aufmerksam verfolgt, wie Hauptgeschäftsführer Christian Dahms sagt: "Wir wissen ja, dass neben dem Konzept BERLIN+, in dem Sachsen ganz stark vertreten ist, noch drei weitere Regionen dabei sind. Insofern ist es jetzt kein zusätzlicher Konkurrent, aber es ist auf jeden Fall ein sehr starker Konkurrent." Neben München sowie Leipzig zusammen mit Berlin haben auch Hamburg und die Region Rhein-Ruhr olympische Ambitionen für die Austragungsjahre von 2036 bis 2044.
Der Bewerbungsprozess ist langwierig. In den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Versuche, die Olympischen Spiele nach Deutschland zu holen, jedoch ohne Erfolg. Für einen neuen Anlauf fiel der Startschuss im letzten Jahr noch unter der damaligen Sportministerin Nancy Faeser. Was das für Leipzig bedeutet, erklärt Dahms: "Leipzig ist ja ein großer Co-Ausrichter, wenn Berlin an den Start geht. Und sowohl die anderen beiden Bewerber Rhein-Ruhr als auch Hamburg haben Sachsen ein stückweit mit in ihr Portfolio eingebunden. Einzig München hat Sachsen da nicht wirklich mit dabei."
Interesse am Kanupark Markkleeberg
So bestehe in Hamburg und der Rhein-Ruhr-Region großes Interesse am Kanupark Markleeberg, der als olympische Sportstätte sehr gut geeignet wäre. Beide Bewerber verfügen selbst nicht über eine derartige Anlage. "Wir wollen ja nicht zusätzlich in die Investition reingehen – das würde Geldverschwendung bedeuten – und wenn du solche Spezialsportstätten als zukünftiger Partner hast, dann bist du natürlich auch von Interesse."
Insgesamt gute Chancen für Leipzig
Deshalb habe Leipzig in jedem Fall gute Chancen als Co-Gastgeber, sagt Sportbund-Manager Dahms, auch wenn es dann weite Wege zwischen den Austragungsorten gäbe. "Im Idealfall möchte das IOC natürlich diese Spiele der ganz kurzen Wege. Wenn man jetzt aber auch gesehen hat, selbst in Paris war das nicht immer ganz so. Genau deshalb gab es vom DOSB erstmal die Analyse und das ist jetzt so gewesen, dass man sagt: Jawoll, das kriegen wir hin, auch wenn zwischen Berlin und Leipzig eine knappe Stunde Zugfahrt liegt."
Noch ein Jahr haben die deutschen Städte bzw. Regionen für ihre Olympia-Bewerbung Zeit. Dann, im Herbst 2026, will das Deutsche Olympische Komitee über den deutschen Kandidaten abstimmen. Erst danach geht diese Stadt oder Region dann in den internationalen Wettbewerb.
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